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EADS erhöht Jahresprognose nach starkem Neunmonats-Ergebnis

  • Neunmonats-EBIT * von € 1,5 Mrd. – nahezu verdoppelt
  • starkes Konzernergebnis von € 597 Mio. – mehr als verdoppelt
  • solide Nettoliquidität von € 2,8 Mrd.
  • EBIT * -Ziel für 2004 von € 2,2 Mrd.
  • CEOs: „Solide Ergebnisse bei Airbus und der Turnaround in der Raumfahrt bilden die Grundlage für eine erhöhte Ergebnisprognose für das Jahr 2004 und darüber hinaus.”

Amsterdam, 04  November  2004

Die EADS (Börsenkürzel: EAD), ein weltweit führendes Unternehmen der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2004 solide operative und finanzielle Ergebnisse erwirtschaftet. Das Unternehmen erzielte ein EBIT * (vor Firmenwertabschreibungen und außerordentlichen Posten) von € 1,5 Mrd. und lag damit um 91 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2003 (€ 784 Mio.). Die gestiegene Anzahl von Airbus-Flugzeugauslieferungen und der Turnaround im Geschäftsbereich Raumfahrt ließen die EBIT * -Marge der EADS von 4,2 auf 7 Prozent steigen. Die EADS veröffentlichte ihre Neunmonats-Ergebnisse am Donnerstag.

Das Wachstum in allen EADS-Geschäftsbereichen führte zu einem Umsatzanstieg um 16 Prozent auf € 21,5 Mrd. (9/2003: € 18,5 Mrd.), vor allem aber die erhöhten Airbus-Auslieferungen auf 224 Flugzeuge (9/2003: 199). Auch der Umsatz der Geschäfteinheiten für Verteidigung und Innere Sicherheit (Homeland Security) wuchs im Jahresvergleich. Allerdings werden in diesem Segment typischerweise erst zum Jahresende hin die höchsten Umsätze erwartet. Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen schnellte auf € 147 Mio. (9/2003: € -92 Mio.), während das Bruttovolumen der Kundenfinanzierungen geringfügig abnahm.

Angesichts der verbesserten Nachfragesituation auf dem zivilen Luftfahrtmarkt erwartet die EADS für das Gesamtjahr 2004 mindestens 315 Airbus-Auslieferungen. Die EADS hat ihr EBIT * -Ziel für 2004 von vormals € 2,1 Mrd. auf nunmehr € 2,2 Mrd. erhöht.

CEOs: „Die EADS wird ihr weltweites Wachstum fortsetzen, insbesondere in ihren wichtigsten Märkten in Asien, Nordamerika und Europa.“

Die CEOs der EADS, Philippe Camus und Rainer Hertrich, sagten: „Sehr solide Ergebnisse bei Airbus und der Turnaround in der Raumfahrt bilden die Grundlage unseres Umsatz- und Ergebniswachstums. Sie erlauben eine erhöhte Ergebnisprognose für 2004 und darüber hinaus. Solide Ergebnisse und Marktstärke steigern unser künftiges Wachstumspotenzial in Asien, Nordamerika und Europa. Wir rechnen bei Airbus mit mindestens 315 Flugzeugauslieferungen im Jahr 2004. Das wird unsere Position als Weltmarktführer im Bereich Verkehrsflugzeuge unterstreichen.
Technologische Erneuerung, Wachsamkeit auf der Kostenseite und ein höchst engagiertes internationales Management sind die beste Grundlage für ein starkes Wachstum im beginnenden Aufschwung unserer Branche.“

Die CEOs betonten, der Turnaround des Geschäftsbereichs Raumfahrt habe sich 2004 bereits in den Quartalsergebnissen gezeigt. „Wir sind zuversichtlich, dass die Rentabilität dieses Geschäftsbereichs nach einer ‚Schwarzen Null’ für 2004 weiter steigen wird.“

Expansion im Verteidigungsgeschäft

Viele der jüngsten Markterfolge der EADS tragen zur Stärkung ihrer
Geschäfte für Verteidigung und Innere Sicherheit (Homeland Security) bei. Einige offensichtliche Beispiele hierfür sind: Der Erfolg des NH90 in Australien und im Sultanat Oman, der Start des MEADS-Programms in den USA und Italien, Hubschrauber-Aufträge des US Department of Homeland Security, der große Auftrag über eine Systemlösung für Rumäniens Grenzschutz und das zunehmende Interesse am Angebot von Paradigm auf dem Markt für Satellitenkommunikation (unter anderem erteilte Portugal einen ersten Auftrag). „Unsere Strategie im Verteidigungsgeschäft geht auf. Wir behalten unser Wachstumsziel fest im Blick“, erklärten die EADS-CEOs Philippe Camus und Rainer Hertrich.

„Auch unsere langfristige Marktwachstumsstrategie in den USA kommt gut voran“, betonten die CEOs. „Wir haben uns eine Reihe von neuen Aufträgen gesichert, Eurocopter auf dem US-Markt für Innere Sicherheit positioniert, Racal Instruments übernommen, unsere Partnerschaften mit Northrop Grumman und Lockheed Martin intensiviert und im Oktober ein neues Endmontagewerk von American Eurocopter in Columbus, Mississippi, eingeweiht.“

Konzernergebnis mehr als verdoppelt, Liquidität weiterhin auf hohem Niveau

Als Folge starken EBIT * -Wachstums konnte die EADS ihr Konzernergebnis (Net Income) in den ersten neun Monaten des Jahres 2004 auf € 597 Mio. (9/2003, vor Firmenwertabschreibungen: € 242 Mio.) bzw. € 0,75 je Aktie (09/2003: € 0,30) mehr als verdoppeln.

Die EADS verfügt auch weiterhin über eine hohe Nettoliquidität von € 2,8 Mrd. (Jahresende 2003: € 3,1 Mrd.).

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen in den ersten neun Monaten 2004 betrug € 147 Mio. (9/2003: € -92 Mio.). Das ist primär Folge des höheren operativen Ergebnisses. Dieses Ergebnis, das den gestiegenen Kapitalaufwand für Paradigm mehr als ausgleicht und trotz des A380-Hochlaufs erzielt wurde, ist dem anhaltenden Eingang von Kunden-Anzahlungen und einer verstärkten Auslieferungstätigkeit zu verdanken.

Hoher Auftragsbestand für die EADS

Der Auftragseingang der EADS von Januar bis September 2004 lag mit € 20,6 Mrd. weiterhin fast gleichauf mit dem Umsatz. Im Vergleichszeitraum 2003 waren außergewöhnlich große Aufträge, wie der A400M-Beschaffungsauftrag für € 20 Mrd. und 21 Bestellungen für den A380 erzielt worden. Deshalb hatte der Auftragseingang bis September 2003 einen Wert von € 49,5 Mrd.

Der Rückgang des Airbus-Auftragsbestands aufgrund vermehrter Flugzeugauslieferungen bei sinkendem US-Dollarkurs wurde durch den gestiegenen Auftragsbestand in den Geschäftsbereichen Raumfahrt und Luftfahrt sowie im Verteidigungsgeschäft mehr als ausgeglichen. Deshalb ist der Auftragsbestand der EADS im Vergleich zum Jahresende 2003 leicht gestiegen und erreichte Ende September 2004 einen Wert von € 179,7 Mrd. Hiervon entfielen € 45,5 Mrd. auf das Verteidigungsgeschäft.

Ende September 2004 beschäftigte die EADS 109.765 Mitarbeiter (Jahresende 2003: 109.135).

Ausblick

Die EADS erhöht ihr EBIT * -Ziel für 2004 von bislang € 2,1 Mrd. auf nunmehr € 2,2 Mrd. Das Umsatzziel für 2004 steigt von € 31 Mrd. auf € 32 Mrd., basierend auf einem Durchschnittskurs von € 1 = US$ 1,25 (vormals € 1 = US$ 1,20).

Nach der jüngsten Belebung der Nachfrage am Markt für Zivilflugzeuge rechnet die EADS damit, dass Airbus nunmehr mindestens 315 Flugzeuge im Jahr 2004 ausliefern wird (2003: 305).

Von Januar bis September 2004 konnte Airbus bereits 224 Flugzeuge ausliefern. Im vierten Quartal wird der Modell-Mix der Auslieferungen mit einem geringeren Anteil an Flugzeugen der A330/A340 Familie jedoch weniger vorteilhaft sein als im Neunmonats-Zeitraum. Das A380-Programm verläuft planmäßig, so dass dem Erstflug der A380 im ersten Quartal 2005 und ihrer Auslieferung an die Airlines ab dem zweiten Quartal 2006 nichts entgegensteht.

Zudem erwartet die EADS, dass die Geschäftsbereiche Militärische Transportflugzeuge, Luftfahrt sowie Verteidigungs- und Sicherheitssysteme im vierten Quartal die höchsten Ergebnisbeiträge erzielen.

Die EADS bekräftigt ihr Ziel für das Gesamtjahr 2004, beim Auftragseingang den Umsatz zu übertreffen.

Ferner rechnet die EADS für 2004 nunmehr mit einem höheren Free Cash Flow (FCF) vor Kundenfinanzierungen als im Neunmonatszeitraum. Bisher war ein Free Cash Flow von plus minus Null in Aussicht gestellt worden. Die EADS erwartet auch für das Gesamtjahr 2004 ein erheblich niedrigeres Volumen an Kundenfinanzierungen als ursprünglich geplant.

Geschäftsbereiche

Der Geschäftsbereich Airbus konnte sein EBIT * auf € 1,382 Mrd. fast verdoppeln (9/2003: € 701 Mio.). Der Grund dieses EBIT* -Wachstums war vor allem die gestiegene Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen. Airbus lieferte in den ersten drei Quartalen 224 Flugzeuge aus, 25 mehr als im Vergleichszeitraum 2003. Zusätzlich war der Modell-Mix vorteilhafter als im vergangenen Jahr: Der Anteil der Großraumflugzeuge der Familie A330/A340 an den Auslieferungen stieg auf fast ein Viertel (9/2003: 18 Prozent).

Die EBIT * -Marge stieg von 5,8 auf 9,6 Prozent bzw. vor Abzug der F&E-Kosten von 16,7 auf 18,9 Prozent. Der Umsatz wuchs um 20 Prozent auf € 14,415 Mrd. Die Brutto-Kundenfinanzierungen gingen von Ende 2003 bis zum Ende des dritten Quartals 2004 geringfügig von US$ 4,8 Mrd. auf US$ 4,6 Mrd. zurück, da die Kapitalmärkte mehr Flugzeugfinanzierungen übernahmen als erwartet.

Airbus verbuchte im ersten Dreivierteljahr 2004 einen Brutto-Auftragseingang von 189 Flugzeugen und erreichte damit einen Marktanteil von 49 Prozent. Das hohe Wachstum des Luftverkehrs in der Asien-Pazifik-Region stärkte die Nachfrage. Für die A380 liegen heute insgesamt 139 feste Zusagen von
13 Kunden vor. Der Auftragsbestand von Airbus betrug Ende September 1.408 Flugzeuge.

Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge verbuchte in
den ersten drei Quartalen ein EBIT * von € 5 Mio. (9/2003: € -7 Mio.). Aufwendungen für die Angebotserstellung und den Verhandlungsprozess im Rahmen des britischen Tankflugzeug-Programms FSTA (Future Strategic Tanker Aircraft) beeinflussten das Ergebnis des Geschäftsbereichs. Der Umsatz wuchs kräftig um 31 Prozent auf € 539 Mio. (9/2003: € 410 Mio.). Der Geschäftsbereich erreichte im Juli planmäßig einen weiteren Umsatz-Meilenstein im Programm A400M, der nächste steht im vierten Quartal 2004 an. Der Wert des Auftragsbestandes blieb stabil bei € 19,7 Mrd. Die Verhandlungen über Tankflugzeuge für Großbritannien und Australien sind im Gange, zudem bereitet sich der Geschäftsbereich derzeit auf die Ausschreibung eines Tankflugzeug-Auftrags in den USA vor.

Das EBIT * des Geschäftsbereichs Luftfahrt lag Ende September 2004 mit € 116 Mio. um 4 Prozent über dem Vergleichswert von 2003 (€ 112 Mio.). Der Umsatz stieg infolge des Hochlaufs der Programme NH90 und Tiger um 3 Prozent auf € 2,516 Mrd. (9/2003: € 2,452 Mrd.). Der Ertragszuwachs bei Eurocopter kompensierte die weiterhin schwache Konjunktur im Sektor Flugzeugwartung. Wie üblich werden besonders bei Eurocopter im vierten Quartal die höchsten Umsätze und Ergebnisse erzielt. Der Auftragsbestand per Ende September stieg unter anderem wegen des NH90-Auftrags aus dem Sultanat Oman deutlich um 9 Prozent auf € 11 Mrd. (12/2003: € 10 Mrd.).

Der Geschäftsbereich Raumfahrt erzielte in den ersten neun Monaten 2004 ein EBIT * von € -5 Mio. (9/2003: € -184 Mio.) und ist somit auf dem besten Wege, für das Gesamtjahr 2004 die „Schwarze Null“ zu erreichen. Der Raumfahrtbereich profitierte in hohem Maße von der erfolgreichen Umsetzung des Restrukturierungsprogramms und Aufträgen an Paradigm in einem Programm des britischen Verteidigungsministeriums, die das Ergebnis der EADS Space Services verbesserten. Dieses Programm war einer der wichtigsten Motoren des Umsatzanstiegs um 12 Prozent auf € 1,646 Mrd. (9/2003: € 1,473 Mrd.). Durch einen im Mai 2004 verbuchten Auftrag von Arianespace über 30 Trägerraketen für rund € 3 Mrd. schnellte der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs per Ende September auf einen Wert von € 10,9 Mrd.

Das EBIT * des Geschäftsbereichs Verteidigungs- und Sicherheitssysteme verschlechterte sich im Neunmonatszeitraum auf € -75 Mio. (9/2003: € -18 Mio.). Dies ist im Wesentlichen die Folge weiterer Restrukturierungskosten von € 77 Mio. (9/2003: € 22 Mio.) im Jahr 2004, insbesondere bei der Geschäftseinheit EADS Defence and Communication Systems. Ferner schmälerten gestiegene Marketing-Investitionen (Herkules, Euromale, Olympische Spiele in Peking) das operative Ergebnis. Der Umsatz wuchs um 8 Prozent auf € 3,204 Mrd. (9/2003: € 2,957 Mrd.), vor allem dank vermehrter Lenkflugkörper-Auslieferungen. Üblicherweise erzielen die Einheiten des Geschäftsbereichs Verteidigungs- und Sicherheitssysteme zum Jahresende hin ihre höchsten Umsätze und Ergebnisse.

EADS – Neunmonats-Ergebnisse 2004

(Beträge in Euro)

EADS Konzern 01 – 09 / 2004 01 – 09 / 2003 Veränd.
Umsatz, in Mio.
davon Verteidigung, in Mio.
21.459
4.228
18.536
3.564
+ 16 %
+19 %
EBITDA (1) , in Mio. 2.613 1.877 + 39 %
EBIT * (2) , in Mio. 1.500 784 + 91 %
Forschungs- und Entwicklungskosten, in Mio. 1.612 1.561 + 3 %
Konzernergebnis (Net Income) (3) , in Mio. 597 242 +147%
Gewinn je Aktie (3) 0,75 0,30 0,45 €
Free Cash Flow
vor Kundenfinanzierungen, in Mio.
147 -92 -
Auftragseingang, in Mio. 20.603 49.453 - 58 %
  1. Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderung, Abschreibungen und außerordentlichen Posten
  2. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Abschreibungen und außerordentlichen Posten
  3. Das Konzernergebnis und der Gewinn je Aktie werden nun nach IFRS 3 ausgewiesen;
    der Firmenwert (Goodwill) wird nicht mehr abgeschrieben.
    Die Vergleichszahlen für 2003 wurden entsprechend angepasst.
30. Sept. 2004 31. Dez. 2003 Veränd.
Auftragsbestand, in Mio.  
davon Verteidigung, in Mio.
179.683
45.501
179.280
45.737
+/- 0 %
Nettoliquidität, in Mio. 2.813 3.105 - 9 %
Beschäftigte 109.765 109.135 + 1 %

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäfts-
bereiche
EBIT * (1) Umsatz
01 - 09
2004
01 - 09
2003
Veränd. 01 - 09
2004
01 - 09
2003
Veränd.
Airbus 1.382 701 + 97 % 14.415 12.051 + 20 %
Militärische Transport-
flugzeuge
5 -7 - 539 410 + 31 %
Luftfahrt 116 112 + 4 % 2.516 2.452 + 3 %
Raumfahrt - 5 -184 + 97 % 1.646 1.473 + 12 %
Verteidigungs- und Sicherheits-
systeme
-75 -18 - 317 % 3.204 2.957 + 8 %
Zentrale / Konsoli-
dierung
77 180 -861 -807
Gesamt 1.500 784 + 91 % 21.459 18.536 + 16 %

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäfts-
bereiche
Auftrags-
eingang
Auftrags-
bestand
01 - 09
2004
01 - 09
2003
Veränd. 30.09.
2004
31.12.
2003
Veränd.
Airbus (2) 10.547 37.028 - 72 % 138.747 141.836 - 2 %
Militärische Transport-
flugzeuge
342 20.195 - 98 % 19.738 20.007 - 1 %
Luftfahrt 3.168 2.213 + 43 % 10.656 9.818 + 9 %
Raumfahrt 4.289 1.246 + 244 % 10.921 7.888 + 38 %
Verteidigungs- und Sicherheits-
systeme
2.975 3.239 - 8 % 14.508 14.283 + 2 %
Zentrale / Konsoli-
dierung
-718 -14.468 -14.887 -14.552
Gesamt 20.603 49.453 - 58 % 179.683 179.280 +/-0 %
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Abschreibungen und außerordentlichen Posten
  2. Auftragseingang und Auftragsbestand von Airbus auf Basis von Katalogpreisen

EBIT

* Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Abschreibungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung des Konzerns und seiner Geschäftsbereiche. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Einmalerträge bzw. -aufwendungen wie z.B. die Abschreibungen von Marktwertanpassungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der EADS, der Airbus-Integration und der MBDA-Gründung, sowie Verluste aus Wertminderungen.

Höhepunkte Juli bis Oktober 2004

Wichtige Schritte zur Umsetzung der EADS-Wachstumsstrategie in den USA:

  • Mit der Übernahme von Racal Instruments erwarb die EADS einen in den USA marktführenden Anbieter integrierter Testsysteme. Racal Instruments ist Entwickler, Hersteller und Integrator von Instrumenten zur Prüfung von Elektronik-, Luftfahrt-, und Verteidigungssystemen.
  • Die Eurocopter-Tochter American Eurocopter eröffnete neben dem Golden Triangle Regional Airport in Columbus, Mississippi, einen neuen Standort mit Arbeitsplätzen für 100 Ingenieure, Techniker und Verwaltungskräfte.

Die EADS erzielte weitere Markterfolge im Verteidigungsgeschäft:

  • Im Juli gab das Sultanat Oman 20 Transporthubschrauber vom Typ NH90 in Auftrag, und Ende August beschloss auch Australiens Regierung, zwölf Maschinen dieses Typs zu erwerben.
  • Im August schlossen die EADS und Rumäniens Regierung einen Vertrag über die Bereitstellung einer integrierten Systemlösung für den Schutz und die Sicherung der Landesgrenzen. Der Auftragswert des Projekts beträgt rund € 650 Mio.

Bedeutende Vertriebserfolge sicherten Airbus seine Marktführung:

  • Airbus verbuchte im August seinen 5000sten Auftrag – knapp über 30 Jahre nach seinem allerersten Auftragseingang, als Air France die A300 bestellte.
  • Ebenfalls im August beschloss Thai Airways, sechs Airbus A380 und zwei zusätzliche A340 zu kaufen. Dank Aufträgen von Air China über sechs A319 und von China Eastern Airlines über 20 A330-300 konnte Airbus seine Marktposition in China weiter ausbauen.
  • Im Oktober schlossen Airbus und Türk Hava Yollari einen Kaufvertrag über 36 Flugzeuge (19 A320, 12 A321, 5 A330-200).
  • Der Jungfernflug der A380 ist für das erste Quartal 2005 geplant. Im September wurden fünf A380-Sektionen von Airbus in Hamburg nach Dresden verschifft, wo sie knapp 26 Monate lang Strukturprüfungen unterzogen werden. In Toulouse erreichten die laufenden Tests an der ersten A380 mit dem Erfolg der Hauptfahrwerks-Einzugsprüfung ein wichtiges Etappenziel.

Auch das Raumfahrtgeschäft der EADS entwickelte sich weiter sehr positiv:

  • Im Juli schlossen die EADS und die ESA den „Initial Exploitation Contract“ über den europäischen Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS: In Auftrag gegeben wurden sechs unbemannte Versorgungsfahrzeuge (Automated Transfer Vehicles, ATV), die anspruchsvollsten und komplexesten je in Europa entwickelten und gebauten Raumfahrzeuge.
  • Im September beauftragte Thailands Raumfahrtbehörde die
    EADS Astrium mit der Lieferung des Erdbeobachtungs-Satelliten THEOS (Thai Earth Observation Satellite) im Wert von € 128 Mio. Auf dem Gebiet der Erdbeobachtung ist dies bereits die dritte Export-Kooperation mit einem asiatischen Land.
  • Paradigm, eine Tochtergesellschaft der EADS SPACE Services, schloss im September ihren ersten Exportvertrag mit Portugals Streitkräften über Dienstleistungen im Bereich der militärischen Satellitenkommunikation.

Über die EADS:

Die EADS ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. Im Jahr 2003 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von € 30,1 Mrd. Zur EADS gehören der Flugzeugbauer Airbus, der weltweit größte Hubschrauber-Hersteller Eurocopter und das Joint Venture MBDA, das zweitgrößte Lenkflugkörperunternehmen der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, agiert als Hauptauftragnehmer für das Trägersystem Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist der wichtigste industrielle Teilnehmer am Programm für das europäische
Satellitennavigationssystem Galileo.

Kontakt

Dr. Rainer OhlerEADS Corporate Media Relations
Tel.: +49 89 607 34235

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung
(Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg;
Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.

Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Referenzdokument des Unternehmens vom 1. April 2004 entnommen werden.

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