Stand: 09  November  2005 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Airbus ACJ: Erster großer Bizjet für China

Toulouse, 09  November  2005

Ein noch ungenannter Kunde aus China hat dieses Jahr einen Festauftrag über drei Airbus Corporate Jetliner (ACJ) erteilt. Der ACJ ist damit das erste moderne und große Geschäftsreiseflugzeug, das auf dem bedeutenden, rapide wachsenden chinesischen Markt verkauft werden konnte.

Die drei Airbus ACJ werden mit CFM56-5B7/P-Triebwerken von CFM International ausgerüstet und sind zur Auslieferung ab 2006 vorgesehen.

Zwei der Airbus ACJ erhalten luxuriöse „Prestige“-Kabinen. Sie werden von Associated Air Centre in Dallas (Texas) ausgestattet und im Laufe des Jahres 2006 an den Kunden übergeben. Über die Ausstattung des dritten Flugzeugs wurde noch nicht entschieden.

Die ACJ-Familie von Airbus wartet mit dem wohl besten Passagierraum auf, der überhaupt möglich ist: sie bietet nicht nur die breiteste und geräumigste Kabine unter allen Geschäftsreiseflugzeugen, sondern auch die höchste mit attraktiver Kuppeldecke. Die Kabine ist dabei doppelt so breit wie bei herkömmlichen Geschäftsreiseflugzeugen und weist das dreifache Volumen auf – bei einem Preis, der auf ähnlichem Niveau liegt wie der für Konkurrenzmodelle der Top-Kategorie.

Darüber hinaus zeichnet sich die Airbus ACJ-Familie durch die modernste Konstruktion unter allen Business-Jets der Spitzenklasse aus. Zahlreiche Leistungsmerkmale gehören bereits zur Standardausstattung: treibstoffsparende Winglets, Fly-by-Wire-Steuerung, Category 3B Autoland ... Bei anderen Flugzeugen kosten diese extra, sofern sie erhältlich sind.

Als Sonderausführung der A319 profitiert der Airbus ACJ darüber hinaus vom einzigartigen Airbus-Kommunalitätskonzept, d.h. sein Cockpit stimmt weitgehend mit dem aller anderen aktuellen Airbus-Flugzeuge überein. Gleichzeitig bietet die Airbus ACJ-Familie dank ihres Stammbaums weitere Vorteile wie hohe Zuverlässigkeit, kostensparende zentralisierte Wartung und längere Intervalle zwischen den Wartungsprüfungen.

Der Frachtraum kann zudem mit bis zu sechs zusätzlichen Mitteltanks ausgerüstet werden, so dass auch Interkontinentalflüge möglich sind. Die so genannten „ACTs“ (Additional Centre Tanks) lassen sich dabei je nach den Anforderungen des konkreten Einsatzes schnell ein- oder ausbauen, da sich die Frachttore nach außen öffnen.

Airbus hat für die Flugzeuge der ACJ-Familie bisher mehr als 50 Bestellungen von Kunden in Asien, Europa, Nordamerika, Südamerika und im Nahen Osten verbucht. Sie dienen als Firmenjets für Pendelflüge zwischen Standorten und zum Transport von Führungskräften, als Regierungsflugzeuge für die Beförderung hochrangiger Beamte und Gäste oder auch als Privatflugzeuge.

Airbus wird im laufenden Jahr insgesamt neun ACJ ausliefern (sieben davon wurden bereits an ihre Käufer übergeben). Vier Unternehmen – Associated Air Center in Texas, Jet Aviation in Basel, Lufthansa Technik in Hamburg und EADS Sogerma in Toulouse – sind mit eigenen Zentren an der Kabinenausstattung im Rahmen dieses wachsenden Airbus-Flugzeugprogramms beteiligt.

Der Gesamtauftragseingang für Flugzeuge der A320-Familie beläuft sich gegenwärtig auf 3 700 Bestellungen von fast 200 Kunden und Betreibern.

Airbus ist ein EADS-Unternehmen mit BAE Systems.

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