EPI TP400-D6 Turboprop
· Leistung: über 11 000 WPS
· 3-Wellen-Turbotrop mit innovativen Triebwerkskomponenten
· Offset-Getriebe auf Basis von Demonstrator-Technologie
· Zweikanal-FADEC (Full Authority Digital Engine Control)
· Optimale Leistung in Verbindung mit niedrigen Betriebstemperaturen.
Um sowohl die strategischen als auch die taktischen Missionsanforderungen zu erfüllen, erfolgt der Antrieb der A400M durch TP400-D6 Turboprop-Triebwerke der neuen Generation. Vier Turboproptriebwerke jeweils mit einer Leistung von 11 000 WPS sorgen für exzellente Antriebsleistungen und ermöglichen den Transport von Mensch und Material über große Distanzen mit hoher Marschgeschwindigkeit. Entwicklung, Herstellung und Betreuung des TP400-D6-Triebwerks erfolgen durch EuroProp International (EPI), einem europäischen Joint Venture bestehend aus Rolls-Royce, Snecma Moteurs, MTU Aero Engines und Industria deTurbopropulsores (ITP).
FH386-Propeller von Ratier-Figeac
· Durchmesser 5,33 m (17,5 ft), innovative 8-Blatt-Propeller aus Kompositwerkstoff mit Enteisungssystem
· Max. Geschwindigkeit 842 Umdr./Min.; 290 m/s (951 ft/sec) Umfanggeschwindigkeit 0,68 Mach
· Variable Blattverstellung und volle Schubumkehr.
Dank Verwendung von FH386-Propellern von Ratier-Figeac können Marschgeschwindigkeiten von bis zu Mach 0,72 erreicht werden.
Die Propellerblätter sind aus Kompositwerkstoff, der Blattholm wird aus Kohlefasern gefertigt. Die äußere Hülle wird zum Schutz gegen Erosion mit einer Polyurethanschicht versehen. An der Blattvorderkante ist ein elektrisches Enteisungssystem installiert. Der äußere Teil der Blattvorderkante ist mit einem speziellen Nickelüberzug gegen Erosion geschützt.
Die Propellersteuerung ist im FADEC-System integriert, so dass sich der Pilot voll und ganz auf seine Aufgaben konzentrieren kann. Die FADEC-Flugsteuerung steuert den Blattverstellwinkel, um eine konstante Geschwindigkeit mit optimalem Wirkungsgrad zu erreichen. Darüber hinaus erfolgt über die FADEC-Steuerung die Verstellung des Propellers auf Feathering (Federstellung), sobald ein Triebswerksaufall automatisch erkannt wird.
Turboprops liefern die optimale Kombination aus Start- und Landeleistung, geringem Treibstoffverbrauch in der Marschphase und taktischen Einsatzleistungen wie Bodenmanöver, steiler Sinkflug und Lastenabwurf. Turboproptriebwerke verbrauchen pro Einsatz 20 % weniger Treibstoff als Turbofans. Aufgrund des somit erzielten niedrigeren Einsatzgewichts ergeben sich niedrigere Beschaffungs- und Betriebskosten und Nutzlastoptimierungen.