Im A400M-Programm erfolgen Auslegung und Entwicklung, Zertifizierung und Fertigung in einem kohärenten Prozess für Airbus Verkehrsflugzeugprogramme. Sämtliche Entwicklungs- und Fertigungsaktiväten vor der Indienststellung sind in einer Phase zusammengefasst. Diese Single Phase bezieht sich auf ein 77-monatiges Programm bis zur Erstauslieferung; der Erstflug ist 56 Monate nach Inkrafttreten des Industrievertrages geplant.
Airbus Military ist der Hauptauftragnehmer für das A400M-Programm und übernimmt die Schnittstellenfunktion zwischen Kunden und Industrie. Das Unternehmen ist vertraglich verantwortlich für die Verhandlung von Angeboten, Leistungsgewährleistung und Einhaltung der Liefertermine.
Die Vertragsverwaltung des A400M-Programms erfolgt gemeinsam im Auftrag der Kundenländer durch die zentrale europäische Beschaffungsbehörde OCCAR. Für A400M-Bestellungen von Exportkunden werden bilaterale Verträge zwischen Airbus Military und dem entsprechenden Land vereinbart.
Die industrielle Verantwortlichkeit der Programmpartner ist aktuell nach dem Beispiel der Airbus Partnerschaft aufgeteilt. Die einzelnen Flugzeugkomponenten werden von den Industriepartnern an unterschiedlichen Standorten in Europa hergestellt und an die Endmontagelinie in Spanien geliefert. Jeder Programmbeteiligte ist verantwortlich für sein eigenes Kompetenzzentrum. Die Aufteilung der Arbeitsanteile liegt im Verhältnis zur Stückzahl der von der nationalen Regierung geordneten Flugzeuge.