Stand: 11 März 2008 Weiterempfehlen DruckenDrucken

Auslegung

Auslegung
Innovatives aerodynamisches Design
Die aerodynamische Auslegung des Eurofighter ist eine "Delta-Canard" Konfiguration.

Innovatives aerodynamisches Design

Eurofighter

Eurofighter

© EADS

Die aerodynamische Auslegung des Eurofighter ist eine "Delta-Canard" Konfiguration. Die über 50 Quadratmeter Flügelfläche sorgen für einen grossen Auftrieb, die vorgelagerten Entenflügel (Canards) gewährleisten hohe Agilität. Durch den in der rückwärtigen Flugzeughälfte liegenden Schwerpunkt ist der Eurofighter grundsätzlich aerodynamisch instabil. Das Flugsteuerungssystem des Eurofighters hält ihn über die Steuerflächen – insbesondere diese Canards – permanent automatisch künstlich stabil. Diese Auslegung sorgt für eine wesentlich höhere Leistungsfähigkeit des Flugzeugs im Vergleich zu den traditionellen Designs.

Schub

Der Schub, den die beiden leistungsstarken Triebwerke EJ200 entwickeln, ist deutlich höher als das Gewicht des Flugzeugs (positives Schub-/Gewichtsverhältnis). Das Flugzeug erzielt daher eine enorm hohe Steigrate. Der Start erfolgt selbst auf der kurzen, benötigten Strecke (Startstrecke kürzer 700 m) in der Regel ohne Nachbrenner. Damit emittiert der Eurofighter beim Start deutlich weniger Lärm und Schadstoffe als die meisten vergleichbaren Kampfjets. Er eignet sich damit besonders für die teilweise anspruchsvolle landschaftliche Lage der Schweizer Militärflugplätze.
Der Eurofighter gehört zu den wenigen Flugzeugen – auch der neuesten Generation – die über Supercruise verfügen: er kann ohne Nachbrenner in den Überschallbereich beschleunigen und über längere Zeit mit Überschallgeschwindigkeit fliegen. Das bedeutet Spritersparnis und damit die Möglichkeit länger in der Luft zu bleiben.

Carefree handling

Der Eurofighter ist darauf ausgelegt, die hochkomplexe Arbeit eines Jetpiloten soweit wie möglich zu erleichtern. Die bei einem instabilen Flugzeug permanent notwendigen Regelvorgänge erfolgen, ebenso wie die Piloteneingaben, über das vierfach-redundante, digitale Fly-By-Wire Flugsteuersystem. Es sichert ein ausgezeichnetes Steuerungsverhalten im gesamten Flugbereich und bewirkt ausserdem automatisch das Einhalten aller aerodynamischen und strukturellen Grenzwerte („carefree handling“).

Der Pilot wird entlastet: er muss sich nicht mehr um die Einhaltung der fliegerischen Grenzwerte sorgen und kann dennoch jederzeit die optimale Höchstleistung des Flugzeuges abrufen. Damit ist garantiert, dass er sich in höchstem Mass auf seine jeweilige Mission konzentrieren kann.

Multisensorik und Datenfusion

Das Cockpit ist so ausgelegt, dass sich der Pilot nahezu gänzlich auf die Missionserfüllung konzentrieren kann – eine absolute Notwendigkeit für ein modernes Kampflugzeug in komplexen Einsatzszenarien. Im Gegensatz zu herkömmlichen Cockpits muss der Pilot nicht den grossen Teil seiner Aufmerksamkeit darauf verwenden, den Zustand aller Systeme permanent an Einzelinstrumenten abzulesen, sondern die Kontrolle erfolgt automatisch und liefert nur im Problemfall eine Displayanzeige und Audio-Warnung. Über Touchscreens lassen sich Einzelheiten jederzeit zusätzlich anzeigen.

Selbstschutz immer an Bord: Defensive Aids Sub-System (DASS)

Die Selbstschutzsysteme für den Eurofighter sind in das Basisdesign des Flugzeugs vollständig integriert – im Gegensatz zu anderen Flugzeugen auch der neuesten Generation, die mit Selbstschutzsysteme zusätzlich ausgestattet werden müssen, und damit bereits Aussenlaststationen belegt haben.
Der Eurofighter ist daher unabhängig von seinen vielfältigen Bewaffnungskonfigurationen immer vollständig selbstverteidigungsfähig. Er verfügt über Infrarotscheinziel(Flare)-Werfer und Radarscheinziel (Chaff)-Werfer sowie über Schleppköder. Die Gegenmassnahmen werden durch den DASS-Zentralrechner automatisch ausgelöst und gesteuert. Dieser Rechner analysiert permanent sämtliche Gefahren aus der Luft oder vom Boden in einem 360° Rundumlagebild und errechnet dies aus den Informationen der verschiedenen, integrierten Warnsensoren.

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