Stand: 11 März 2008 Weiterempfehlen DruckenDrucken

Multisensorik und Sensordatenfusion

Der Eurofighter verfügt über ein integriertes Waffenkontrollsystem, das dem Piloten die Daten der verschiedenen Sensoren zusammenführt und ihm damit ein vollständiges Bild des Einsatzraums vermittelt. Der enorme Grad der Vernetzung technologisch fortschrittlichster digitaler Systeme erschließt gänzlich neue Dimensionen der Identifizierung von Flugzeugen und Erfassung der Luftlage über alle Reichweiten. So sieht sich der Pilot jederzeit in die Lage versetzt, schnell angemessene Entscheidungen auf einer umfangreichen Informationsbasis zu fällen. Basierend auf dem Konzept des Sensorverbundes arbeiten alle Subsysteme zusammen, vergleichen ihre Informationen und verifizieren sie gegenseitig. Die Koppelung der Daten (z.B. Radardaten mit denen des Infrarotsensors) erfolgt im Missionscomputer, und dieses Lagebild wird auf den Displays oder wahlweise auch im Helmvisier dargestellt. Ein Kontakt, obwohl möglicherweise durch mehrere Sensoren gleichzeitig erfasst, wird nur einmal dargestellt. Der Pilot muss nicht viele, voneinander unabhängig angezeigte Daten abfragen, was zu einer niedrigeren Arbeitsbelastung und klar besseren Reaktionszeiten führt.

Die allgemeine Systemarchitektur ist in der neuen ADA Sprache angelegt und nutzt neueste Datenbustechnologie verbunden durch 1Gbit/s Faser-Optik, über die alle wichtigen Subsysteme (Feuerleitung, Identifikation, Navigation, Avionik und Kommunikation) zusammengeschlossen sind. Eine Ebene darunter finden sich fünf weitere Datenbusse für die restlichen Funktionen wie Cockpit- und Waffensystem-Management, das Selbstschutzsystem (DASS) und Kontrollsysteme.

Das Herzstück des Waffenkontrollsystems ist das Attack and Identification System (AIS), das den Avionics Computer (AC) und den Navigation Computer (NC) einschliesst. Das AIS empfängt Daten von allen bordeigenen Sensoren sowie auch von externen Quellen und präsentiert dem Piloten alle relevanten Informationen über die Multifunctional Head Down Displays (MHDD), das Head Up Display (HUD) oder das Helmet Mounted System (HMS).

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