Stand: 08  November  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS: Auslieferungsrekorde und Herausforderungen prägen Neunmonatsergebnisse

  • Umsatzwachstum in allen Geschäftsbereichen auf insgesamt € 27,5 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 23,4 Mrd.)
  • EBIT* von € 1,4 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 2,1 Mrd.)
  • Bereits angekündigte A380-Lieferverzögerungen belasten EBIT* der EADS im dritten Quartal

Amsterdam, 08  November  2006

Die Ergebnisse der EADS (Börsenkürzel: EAD) in den ersten neun Monaten 2006 spiegeln die hohen Auslieferungszahlen in allen Geschäftsbereichen und bevorstehende Herausforderungen wider. Von Januar bis September 2006 steigerte die EADS ihren Umsatz über alle Geschäftsbereiche hinweg um insgesamt 17 Prozent auf € 27,5 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 23,4 Mrd.). Der Konzern verzeichnete ein EBIT* (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) von € 1,4 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 2,1 Mrd.). Dieser Rückgang ist Verzögerungen im A380-Programm und der Kursschwäche des US-Dollars gegenüber dem Euro zuzuschreiben.

„Die EADS ist finanziell solide mit guten Erfolgen bei den Serienprogrammen von Airbus sowie im Hubschrauber-, Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft. Trotzdem belasten die Anstrengungen zur Lösung der A380-Probleme unsere finanzielle Performance spürbar“, sagten die CEOs der EADS Tom Enders und Louis Gallois. „Dies und die anhaltende Schwäche des Dollars erfordern weit reichende Maßnahmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb haben das ‚Power8‘-Programm bei Airbus und strukturelle Anpassungen im Gesamtkonzern höchste Priorität.“

Die Überarbeitung des A380-Auslieferungszeitplans Anfang Oktober überschattete die Fortschritte bei der Musterzulassung der A380 und die Rekordzahl von 320 ausgelieferten Flugzeugen in den ersten neun Monaten. Louis Gallois übernahm zusätzliche Führungsverantwortung als CEO von Airbus mit dem Ziel, die weitere Entwicklung des Flugzeugherstellers voranzutreiben und neue den Anforderungen des Marktes entsprechende Produkte einzuführen. Das Programm „Power8“ zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung wird er zusammen mit einer effizienten Integration von Airbus und EADS umsetzen. Eurocopter erzielte bedeutende Erfolge, verkaufte 471 Hubschrauber und übertrifft schon jetzt die Auftragseingänge aller früheren Gesamtjahre. Der Geschäftsbereich Raumfahrt hat seinen Auftragseingang mehr als verdoppelt, während der Geschäftsbereich Verteidigungs- und Sicherheitssysteme Aufträge über den Aufbau digitaler Funknetze in Deutschland und Estland erhielt.

Zum starken Anstieg des Umsatzes trugen alle Geschäftsbereiche bei. Airbus und Eurocopter profitierten dabei von erheblich mehr ausgelieferten Flugzeugen und Hubschraubern. Das Wachstum im Geschäftsbereich Verteidigungs- und Sicherheitssysteme wurde vom stärkeren Geschäft mit digitalen Funknetzen unterstützt. Der Hochlauf der Ariane-5-Produktion und Fortschritte im Bereich sicherer Satellitenkommunikation sorgten für einen Umsatzanstieg im Geschäftsbereich Raumfahrt. Im A400M-Programm wurden vier Meilensteine erreicht. Dies führte zu einer höheren Umsatzrealisierung im Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge. Im Verteidigungsgeschäft erzielte die EADS einen Umsatz von insgesamt € 5,9 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 4,9 Mrd.).

Das EBIT* der EADS in den ersten neun Monaten 2006 betrug € 1,4 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 2,1 Mrd.). Die Folgen der bereits kommunizierten A380-Lieferverzögerungen, ungünstigere €/US$-Kurssicherungsgeschäfte und höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) bei Airbus belasteten das EBIT*.

Kurssicherungsgeschäfte wurden zu einem durchschnittlichen Wechselkurs von € 1 = US$ 1,11 (Vorjahreszeitraum: € 1 = US$ 1,04) fällig. Zusätzlich schmälerten Verluste bei EADS Sogerma Services das EBIT* des Konzerns. Diese Einflüsse konnten durch deutlich gestiegene Beiträge der Airbus-Serienfertigung sowie dem Hubschrauber-, Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft teilweise ausgeglichen werden.

In den ersten neun Monaten 2006 beliefen sich die Aufwendungen für eigenfinanzierte F&E auf € 1.691 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 1.431 Mio.). Ursache waren vornehmlich gestiegene Aufwendungen für Flugzeugprogramme sowie für Forschung und Technologie. Das Konzernergebnis der EADS ging auf € 848 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 1.271 Mio.) oder € 1,06 je Aktie (Vorjahreszeitraum: € 1,60) zurück und folgte damit im wesentlichen der Entwicklung des Konzern-EBIT*.

Der Free Cash Flow einschließlich Kundenfinanzierungen betrug € -153 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 1.502 Mio.). Darin schlug sich der substanzielle Aufbau von Nettoumlaufvermögen (Working Capital) nieder. Vor Kundenfinanzierungen stand der Free Cash Flow bei € -695 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 1.419 Mio.). Die Nettoliquidität belief sich Ende September 2006 auf € 4,8 Mrd. (Jahresende 2005: € 5,5 Mrd.). Die im Oktober erfolgte Übernahme des 20-Prozent-Anteils von BAE Systems an Airbus durch die EADS wird erst im vierten Quartal bilanziert und wird die Nettoliquidität um € 2,75 Mrd. verringern.

Der Auftragseingang der EADS betrug in den ersten neun Monaten 2006 € 25,7 Mrd. (Vorjahreszeitraum: € 38,8 Mrd.). Eurocopter (plus 87 Prozent) und der Geschäftsbereich Raumfahrt (plus 130 Prozent) profitierten jeweils von einem sehr starken Marktumfeld.

Ende September belief sich der Auftragsbestand der EADS auf € 236,5 Mrd. (Jahresende 2005: € 253,2 Mrd.). Die Beiträge des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Der Rückgang des Auftragsbestands gegenüber dem Jahresende 2005 ist in erster Linie die Folge von hohen Auslieferungszahlen und der um € 11 Mrd. niedrigeren Bewertung des Auftragsbestands aufgrund des weniger vorteilhaften €/US$-Wechselkurses. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft der EADS erreichte zum 30. September 2006 einen Wert von € 52,6 Mrd. (Jahresende 2005: € 52,4 Mrd.). Ende September 2006 beschäftigte die EADS 116.146 Mitarbeiter (Jahresende 2005: 113.210).

Ausblick 2006

Basierend auf der Erwartung von 430 Airbus-Auslieferungen im Jahr 2006 und einem starken Hubschrauber-, Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft wird die EADS für das Gesamtjahr 2006 voraussichtlich einen Umsatz von deutlich über € 37 Mrd. erzielen. Dies war bereits am 27. Juli 2006 angekündigt worden. Am 3. Oktober 2006 hatte die EADS ihre vorherige Prognose für EBIT* und Free Cash Flow zurückgezogen. Wie bereits angekündigt, wird die EADS bis auf weiteres keinen neuen Ausblick für 2006 veröffentlichen.

Aufgrund der Saisonalität des EADS-Geschäfts mit Ausnahme von Airbus fällt das EBIT* der Geschäftsbereiche Militärische Transportflugzeuge, Eurocopter, Raumfahrt sowie Verteidigungs- und Sicherheitssysteme im vierten Quartal jedoch traditionell höher aus als jeweils in den ersten drei Quartalen eines Jahres.

Geschäftsbereiche: Umsatzwachstum dank hoher Auslieferungszahlen

Der Umsatz im Geschäftsbereich Airbus stieg um 16 Prozent auf € 18.570 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 16.033 Mio.), vor allem bedingt durch die Zunahme der Flugzeugauslieferungen in den ersten neun Monaten 2006 (320 gegenüber 271 im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Das EBIT* ging um 38 Prozent auf € 1.141 Mio. zurück (Vorjahreszeitraum: € 1.854 Mio.). Positive Volumeneffekte und „Route06“-Einsparungen wurden von Belastungen durch die A380-Lieferverzögerungen (€ -1,0 Mrd.), erheblichen Auswirkungen des schwachen Dollars und gestiegenen F&E-Aufwendungen mehr als aufgezehrt. In den ersten drei Quartalen 2006 erhielt Airbus 226 Brutto-Aufträge. Der Auftragsbestand von Airbus belief sich Ende September 2006 auf € 183,8 Mrd. basierend auf Listenpreisen. Dies entspricht 2.061 Flugzeugen (Jahresende 2005: 2.177 Flugzeuge).

Das kürzlich aufgelegte „Power8“-Programm zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung soll ab 2010 nachhaltige Einsparungen von jährlich mindestens € 2,0 Mrd. ermöglichen. Darüber hinaus soll „Power8“ die Entwicklungsprozesse beschleunigen und bis 2010 liquide Mittel in Höhe von insgesamt rund € 5,0 Mrd. einsparen. Das EADS Board of Directors arbeitet derzeit daran, in den kommenden Wochen eine Entscheidung über die Zukunft der A350XWB-Flugzeugfamilie zu treffen.

Die A380-Musterzulassung kommt planmäßig voran und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Im Oktober erzielte Airbus bedeutende Markterfolge: Die neue US-amerikanische Niedrigpreis-Fluggesellschaft Skybus bestellte 65 A319-Flugzeuge; mit dem chinesischen Kunden CASGC wurden eine Vereinbarung über 150 A320-Flugzeuge und eine Absichtserklärung über 20 Flugzeuge vom Typ A350 XWB unterzeichnet. Zudem baut Airbus die industrielle Zusammenarbeit mit China aus und schloss ein Rahmenabkommen über die Errichtung einer A320-Endmontagelinie in China.

Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge erzielte einen Umsatz von € 1.699 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 504 Mio.). Von Januar bis September 2006 verzeichnete er ein EBIT*-Anstieg auf € 22 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 1 Mio.). Dies spiegelt die höhere Umsatzrealisierung im A400M-Programm wider. Die Produktion der A400M ist angelaufen und der Meilenstein der Bereitstellung eines Cockpit Mock-up wurde gemäß dem vertraglichen Terminplan erreicht. Dennoch führt die EADS eine interne technische Beurteilung durch mit dem Ziel, den aktuellen Programmstatus zu bestätigen und Transparenz gegenüber dem Kunden zu gewährleisten. Im Oktober bestellte die polnische Luftwaffe zwei Transportflugzeuge vom Typ C-295. Der Auftragsbestand hatte Ende September 2006 einen Wert von € 20,1 Mrd. (Jahresende 2005: € 21,0 Mrd.).

Der Geschäftsbereich Eurocopter profitierte von einem enorm wachsenden Hubschraubermarkt. Der deutliche Umsatzanstieg um 17 Prozent auf € 2.364 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 2.021 Mio.) resultiert vor allem aus höheren Hubschrauber-Auslieferungen (257 gegenüber 210 im Vorjahreszeitraum). Das EBIT* wuchs auf € 125 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 105 Mio.). Diese Verbesserung um 19 Prozent wurde durch einen positiven Volumeneffekt in der Serienhubschrauberproduktion und trotz des Einflusses eines nachteiligen €/US$-Wechselkurses erreicht.

Eurocopter steigerte seinen Auftragseingang beträchtlich und verkaufte 471 Hubschrauber (Vorjahreszeitraum: 243). Davon entfallen 36 Prozent auf Kunden in Nordamerika; dies verdeutlicht die starke Stellung von Eurocopter auf diesem bedeutenden Markt. Zudem bestätigten die US-Streitkräfte ihre Entscheidung, die EADS mit der Lieferung von bis zu 322 leichten Mehrzweckhubschraubern zu beauftragen. Dies markiert den Durchbruch der EADS im amerikanischen Verteidigungsgeschäft. Darüber hinaus konnte Eurocopter eine Bestellung über 34 NH90-Hubschrauber von Australien verbuchen, Neuseeland bestätigte seine Order über neun Hubschrauber dieses Typs. Bis 30. September 2006 wuchs der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs auf € 11,4 Mrd.(Jahresende 2005: € 10,0 Mrd.).

Der Geschäftsbereich Raumfahrt verzeichnete einen Umsatzanstieg um 17 Prozent auf € 1.960 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 1.670 Mio.). Wesentliche Ursachen waren der Hochlauf der Ariane-5-Produktion und Fortschritte im Bereich der militärischen Satellitenkommunikation, beispielsweise durch Skynet 5 oder SatcomBw. Das EBIT* stieg in den ersten neun Monaten 2006 sprunghaft auf € 45 Mio. gegenüber € 10 Mio. im gleichen Zeitraum 2005.

Im Satelliten- und Dienstleistungsgeschäft konnten bedeutende Aufträge erzielt werden. Von Januar bis September 2006 verkaufte der Geschäftsbereich sieben neue Telekommunikationssatelliten, zwei davon bilden das Weltraumelement des SatcomBw-Systems, welches im Juli 2006 vertraglich vereinbart wurde. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs wuchs weiter und erreichte Ende September 2006 einen Wert von € 12,5 Mrd. (Jahresende 2005: € 10,9 Mrd.).

Im Geschäftsbereich Verteidigungs- und Sicherheitssysteme konnte die Rentabilität weiter gesteigert werden. Durch das Sicherheitsgeschäft und den Eurofighter-Produktionshochlauf – der 100. Eurofighter nahm seinen Dienst bei den Streitkräften der vier Partnernationen auf – wuchs der Umsatz um vier Prozent auf € 3.553 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 3.419 Mio.). In den ersten neun Monaten 2006 erzielte der Geschäftsbereich ein EBIT* von € 148 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 10 Mio.). Dies resultiert aus besseren operativen Ergebnissen bei Military Air Systems, höheren Beiträgen aus dem Secure-Networks-Geschäft und Einmaleffekten aus der Veräußerung von EADS/LFK an MBDA. Diese positiven Beiträge übertrafen die negativen Dollareinflüsse und die plangemäßen Restrukturierungskosten in der Geschäftseinheit Defence and Communications Systems.

Im Bereich Verteidigungselektronik legte der Geschäftsbereich die Grundlagen für die Entwicklung eines neuen Raketenwarnsystems. Zudem fand der Erstflug eines französischen UAV-Systems statt. Der Design- und Entwicklungsvertrag für das spanische „Infanterist der Zukunft“-System und die Beauftragung für das Informationssystem des Hauptquartiers der französischen Streitkräfte in Paris sind wegweisend für weiteres Geschäftspotential im Systemgeschäft. Der Lenkflugkörper Meteor, an dessen Entwicklungsprogramm sechs Nationen beteiligt sind, startete erfolgreich im Testbetrieb und erreichte damit einen bedeutenden Meilenstein. EADS Secure Networks erzielte Erfolge, darunter der Auftrag über den Aufbau digitaler Funknetze in Deutschland (BOSNet). Zudem wurde die Akquisition von Atlas Elektronik abgeschlossen. Zum 30. September 2006 verfügte der Geschäftsbereich über einen Auftragsbestand von € 17,0 Mrd. (Jahresende 2005: € 18,5 Mrd.).

Zentrale und Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einem EADS-Geschäftsbereich):

Der Umsatz der Übrigen Aktivitäten (ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services) verbesserte sich erheblich um 18 Prozent auf € 922 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 783 Mio.). Dazu trugen alle vier Geschäftseinheiten bei. In den ersten neun Monaten 2006 erzielten die Übrigen Aktivitäten ein EBIT* von € -187 Mio. (Vorjahreszeitraum: € -56 Mio.). Während ATR und EADS EFW erneut positive Ergebnisbeiträge lieferten, verzeichnete EADS Sogerma Services einen Verlust in Höhe von € -227 Mio.

Das laufende Jahr bestätigt den Aufschwung am Markt für Turboprop-Flugzeuge. Der Regionalflugzeughersteller ATR verzeichnete in den ersten neun Monaten 54 neue Aufträge. Auf der Grundlage eines soliden Auftragsbestands von 116 Flugzeugen wird ATR in den kommenden Jahren die Auslieferungszahlen deutlich erhöhen. EADS EFW übergab bis Ende September neun umgerüstete Frachter an Kunden und baute das Geschäft mit Flugzeugkomponenten weiter aus. Mit Irkut, dem führenden russischen Luftfahrtunternehmen, unterzeichnete die EADS eine Vereinbarung zur Vorbereitung der Gründung eines Joint Ventures zur Umrüstung von Flugzeugen der A320-Familie zu Frachtern. Ende September 2006 belief sich der Auftragsbestand der Übrigen Aktivitäten auf € 2,3 Mrd. (Jahresende 2005: € 2,1 Mrd.).

Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und das Joint-Venture MBDA, der führende internationale Lenkflugkörperproduzent auf dem Weltmarkt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist einer der größten industriellen Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo.

Kontakt:

Michael Hauger Tel.: +49 89 60 73 42 35
Edmund Reitter Tel.: +49 89 60 73 45 10
Isabelle Desmet Tel.: +33 1 42 24 20 63
Miguel Sanchez Tel.: +34 91 5 85 77 88

EADS – Neunmonatszahlen 2006

(Beträge in Euro)

EADS-Konzern 01-09 2006 01-09 2005
Veränd.
Umsatz, in Mio.
davon Verteidigung, in Mio.
27.469
5.921
23.446
4.877
+17%
+21%
EBITDA (1), in Mio. 2.531 3.370
-25%
EBIT (2) , in Mio. 1.393 2.099
-34%
Forschungs- und Entwicklungskosten, in Mio. 1.691 1.431
+18%
Konzernergebnis (Net Income) (3) , in Mio. 848 1.271
-33%
Gewinn je Aktie (3)
1,06 1,60
-0,54 €
Free Cash Flow (FCF), in Mio. -153 1.502

FCF vor Kundenfinanzierungen, in Mio. -695 1.419

Auftragseingang (4) , in Mio. 25.688 38.802
-34%

EADS-Konzern 30. Sept. 2006 31. Dez. 2005 Veränd.
Auftragsbestand(4), in Mio.  
davon Verteidigung, in Mio.
236.524
52.626
253.235
52.363
-7%
+1%
Nettoliquidität, in Mio. 4.800 5.489
-13%
Beschäftigte 116.146 113.210
+3%
  1. Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten
  2. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  3. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Net Income. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht. Die Anwendung der überarbeiteten IAS 32-Regelungen erforderte Anpassungen hinsichtlich der Buchung der Put-Option, die BAE Systems als früherem Minderheitsgesellschafter (20 Prozent) von Airbus gewährt wurde. In den ersten neun Monaten 2006 trugen diese Veränderungen € 133 Mio. (Vorjahreszeitraum: € 246 Mio.) zum Konzernergebnis bzw. € 0,17 (Vorjahreszeitraum: € 0,31) zum Gewinn je Aktie bei. Diese Veränderungen führten auch zum Ansatz der Put-Option in der Bilanz als „Verbindlichkeit aus Minderheitenanteilen mit Verkaufsoption (puttable instruments)“ (€ 2,75 Mrd.; Jahresende 2005: € 3,5 Mrd.). Die Verbindlichkeit ersetzt die Minderheitenanteile, die bisher für den Anteil von BAE Systems an Airbus (20 Prozent) in der EADS-Bilanz ausgewiesen wurden. Die Übernahme des 20-Prozent-Anteils von BAE Systems an Airbus durch die EADS wurde im Oktober 2006 abgeschlossen und wird deshalb erst im vierten Quartal 2006 bilanziert.
  4. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäftsbereiche Umsatz EBIT (1)
01-09
2006
01-09
2005
Veränd. 01-09
2006

01-09
2005
Veränd.
Airbus
18.570 16.033
+16%
1.141 1.854
-38%
Militärische
Transportflugzeuge
1.699 504
+237%
22 1
2.100%
Eurocopter 2.364 2.021
+17%
125
105
+19%
Raumfahrt 1.960 1.670
+17%
45
10
+350%
Verteidigungs- und Sicherheitssysteme 3.553 3.419
+4%
148
10
1.380%
Zentrale / Konsolidierung -1.599 -984

99
175

Übrige Aktivitäten (2)
922 783
+18%
-187
-56

Gesamt
27.469 23.446
+17%
1.393
2.099
-34%
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.
  3. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäftsbereiche Auftragseingang (3) Auftragsbestand (3)
01-09 2006 01-09 2005
Veränd. 30. Sept. 2006
31. Dez. 2005
Veränd.
Airbus
14.698 28.565
-49%
183.758 201.963
-9%
Militärische Transportflugzeuge 856 1.650
-48%
20.143 20.961
-4%
Eurocopter
3.825 2.043
+87%
11.422 9.960
+15%
Raumfahrt 3.441 1.494
+130%
12.504 10.931
+14%
Verteidigungs- und Sicherheitssysteme 2.897 4.842
-40%
17.012 18.509
-8%
Zentrale / Konsolidierung -1.160 -987

-10.593 -11.217

Übrige Aktivitäten (2)
1.131 1.195
-5%
2.278 2.128
+7%
Gesamt
25.688 38.802
-34%
236.524 253.235
-7%
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.
  3. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

EADS – Zahlen für das dritte Quartal (Q3) 2006

(Beträge in Euro)

EADS-Konzern Q3 2006 Q3 2005
Veränd.
Umsatz, in Mio. 8.489 7.426
+14%
EBIT (1), in Mio. -239 559

Konzernergebnis (Net Income) (2), in Mio. -195 279

Gewinn je Aktie (2)
-0,24 0,35

Das EBIT* im dritten Quartal wurde beeinträchtigt durch Belastungen im Zusammenhang mit den bereits kommunizierten A380-Lieferverzögerungen, weniger vorteilhafte Hedging-Konditionen (Q3 2006: € 1 = US$ 1,18 gegenüber Q3 2005: € 1 = US$ 1,14), höhere F&E-Aufwendungen sowie Restrukturierungs-kosten bei EADS Sogerma Services. Diese Belastungen wurden abgemildert durch bessere operative Ergebnisse vor allem aufgrund höherer Volumina.

  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Net Income. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht. Die Anwendung der überarbeiteten IAS 32-Regelungen erforderte Anpassungen hinsichtlich der Buchung der Put-Option, die BAE Systems als früherem Minderheitsgesellschafter (20 Prozent) von Airbus gewährt wurde. Im dritten Quartal trugen diese Veränderungen € -48 Mio. (Q3 2005: € 70 Mio.) zum Konzernergebnis bzw. € -0,06 (Q3 2005: € 0,09) zum Gewinn je Aktie bei. Die Übernahme des 20-Prozent-Anteils von BAE Systems an Airbus durch die EADS wurde im Oktober 2006 abgeschlossen und wird deshalb erst im vierten Quartal 2006 bilanziert.
  3. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäftsbereiche Umsatz EBIT (1)
Q3 2006 Q3 2005
Veränd. Q3 2006 Q3 2005 Veränd.
Airbus
5.416 4.771
+14%
-350 410

Militärische
Transportflugzeuge
455 178
+156%
16 15
+7%
Eurocopter 891 755
+18%
41
45
-9%
Raumfahrt 687 510
+35%
9
3
+200%
Verteidigungs- und Sicherheitssysteme 1.279 1.247
+3%
52
29
+79%
Zentrale / Konsolidierung -501 -290

37
69

Übrige Aktivitäten (3)
262 255
+3%
-44
-12

Gesamt
8.489 7.426
+14%
-239
559

Das EBIT* im dritten Quartal wurde beeinträchtigt durch Belastungen im Zusammenhang mit den bereits kommunizierten A380-Lieferverzögerungen, weniger vorteilhafte Hedging-Konditionen (Q3 2006: € 1 = US$ 1,18 gegenüber Q3 2005: € 1 = US$ 1,14), höhere F&E-Aufwendungen sowie Restrukturierungs-kosten bei EADS Sogerma Services. Diese Belastungen wurden abgemildert durch bessere operative Ergebnisse vor allem aufgrund höherer Volumina.

  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Net Income. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht. Die Anwendung der überarbeiteten IAS 32-Regelungen erforderte Anpassungen hinsichtlich der Buchung der Put-Option, die BAE Systems als früherem Minderheitsgesellschafter (20 Prozent) von Airbus gewährt wurde. Im dritten Quartal trugen diese Veränderungen € -48 Mio. (Q3 2005: € 70 Mio.) zum Konzernergebnis bzw. € -0,06 (Q3 2005: € 0,09) zum Gewinn je Aktie bei. Die Übernahme des 20-Prozent-Anteils von BAE Systems an Airbus durch die EADS wurde im Oktober 2006 abgeschlossen und wird deshalb erst im vierten Quartal 2006 bilanziert.
  3. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.

EBIT

Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Abschreibungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.

Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 26. April 2006 entnommen werden.

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