Das EADS Board of Directors hat Dr. Jean J. Botti (49) zum Chief Technical Officer (CTO) der EADS ernannt. Von München aus wird Botti die Forschung und technologische Entwicklung des Unternehmens weiter vorantreiben und die Innovationskraft der EADS stärken. Mit Wirkung zum 1. Mai 2006 wird Botti Mitglied des Executive Committees.
Bislang war Botti im Top-Management des US-amerikanischen Automobilzulieferers Delphi in Troy, Michigan, tätig. Insgesamt arbeitete er 17 Jahre lang in den USA und hatte bei Delphi vielfältige Führungspositionen in Konstruktion und Entwicklung inne. Im Jahr 2002 übernahm dort er als Chef-Technologe die Leitung des neu gegründeten Innovationszentrums für Antriebe. Botti begann seine berufliche Laufbahn 1978 als Produktingenieur bei Renault. 1986 schloss er sein Maschinenbaustudium an der I.N.S.A. Toulouse als Master ab. An der Central Michigan University erlangte er 1991 einen MBA-Abschluss. 1995 promovierte er am Conservatoire National des Arts et Metiers in Paris.
„Im heutigen Wettbewerb verlangt der Markt mehr denn je nach innovativen bahnbrechenden Technologien auf allen Gebieten der Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. Mit der Berufung von Jean J. Botti verstärkt die EADS ihre Konzentration auf Technologie und Innovation deutlich“, sagten die CEOs der EADS, Tom Enders und Noël Forgeard. „Seine herausragenden Fähigkeiten im Management und in Technologie und Entwicklung haben uns ebenso überzeugt wie seine internationale Erfahrung."
Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 34,2 Milliarden im Jahr 2005 und rund 113.000 Mitarbeitern. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und das Joint-Venture MBDA, der führende internationale Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo.