Stand: 13 Juni 2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS erwartet keine Auswirkungen des überarbeiteten
A380-Auslieferungsplans auf die EBIT*-Prognose für 2006

  • A380-bedingter EBIT*-Ausfall kann 2006 kompensiert werden
  • Überarbeiteter A380-Auslieferungsplan ist erst in den Folgenjahren ergebniswirksam

Amsterdam, 13 Juni 2006

Die EADS erwartet nicht, dass der überarbeitete Zeitplan für die Serienauslieferungen des Airbus A380 zu einer Änderung der EADS EBIT*-Prognose für das Jahr 2006 führt. Die EBIT*-Ausfälle können durch verstärkte Anstrengungen bei Airbus und die positive operative Entwicklung des Gesamtkonzerns ausgeglichen werden.

Nach umfangreicher Prüfung der A380-Produktion hat Airbus den Zeitplan für die A380-Auslieferungen in den Jahren 2006 bis 2009 überarbeitet. Demnach wird das erste Flugzeug 2006 ausgeliefert. Im Jahr 2007 werden voraussichtlich maximal neun Flugzeuge ausgeliefert. Im Jahr 2008 werden fünf bis neun Flugzeuge weniger ausgeliefert als bisher geplant, 2009 etwa fünf Flugzeuge weniger als bislang erwartet.

Für die Jahre 2007 bis 2010 erwartet die EADS, dass die EBIT*-Beiträge aus dem A380-Programm jährlich um € 500 Mio. geringer ausfallen werden als bislang vorgesehen. Die jährlichen Ausfälle ergeben sich aus der zeitlichen Verschiebung positiver Ergebnisbeiträge, aus zusätzlichen Kosten zum Aufholen der Verzögerung und aus mit den Kunden zu verhandelnden Verzugszahlungen. Aufgrund des neuen Zeitplans mögliche Abbestellungen sind in dieser Prognose nicht enthalten.

Beim Free Cash Flow erwartet die EADS gegenüber der bisherigen Planung Ausfälle in der Höhe von weniger als € 300 Mio. im Jahr 2006. Bis 2008 werden die Ausfälle auf über € 1 Mrd. steigen und danach deutlich zurückgehen. Bislang wurden 15 A380-Flugzeuge endmontiert. Die Produktion von Sektionen des Flugzeuges mit der Seriennummer 36 hat bereits begonnen.

Wenn bestimmte Meilensteine erreicht werden, beispielsweise Ergebnisse der Gespräche mit den Kunden und aus dem laufenden Kabinentestprogramm vorliegen sowie die von Airbus eingeleiteten Aufholmaßnahmen Fortschritte machen, werden die wirtschaftlichen Auswirkungen des neuen Produktionszeitplans kontinuierlich überprüft und aktualisiert.

„Wir haben eine ernstes Problem beim Hochlauf der A380-Produktion. Wir erwarten deshalb von der Führung von Airbus, dass sie den neuen Zeitplan voll einhält und nach Möglichkeit übertrifft. Wir werden alle Maßnahmen von Airbus nach Kräften unterstützen. Darüber hinaus suchen wir im gesamten EADS-Konzern nach Kompensationsmöglichkeiten“, sagten die CEOs der EADS, Tom Enders und Noël Forgeard.

Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 34,2 Milliarden im Jahr 2005 und rund 113.000 Mitarbeitern. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und das Joint-Venture MBDA, der führende internationale Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo.

Kontakt

Michael HaugerEADS
Tel.: +49 89 60 73 42 35
Isabelle DesmetEADS
Tel.: +33 1 42 24 20 63
Miguel SanchezEADS
Tel.: +34 91 5 85 77 89

* EBIT

Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Abschreibungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.

Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 26. April 2006 entnommen werden.

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