Zum ersten Mal hat ein Raumfahrzeug ein vollautomatisches Rendezvous-Manöver im Weltall vollzogen“, freut sich Astrium-CEO François Auque im ATV-Kontrollzentrum Toulouse. „Nun ist Europa endgültig an Bord der ISS angekommen!“
„Wir dürfen uns auf diesem dritten Erfolg nicht ausruhen. Mit dem erfolgreichen Andocken des ATV ergeben sich nun neue Entwicklungsmöglichkeiten, denn dem Konzept nach eignet sich das ATV auch für ganz andere Missionen, etwa die Beförderung von Experimenten, Anlagen und Besatzungsmitgliedern zurück zur Erde“, erläutert Astrium-CEO François Auque im ATV-Kontrollzentrum Toulouse. „Die Entwicklung solcher Systeme sollte deshalb ein zentrales Thema der nächsten ESA-Ministerkonferenz Ende 2008 sein.“
Vier Monate lang bleibt der Raumtransporter, der nun von den Astronauten entladen wird, fest mit der ISS verbunden und wird die Orbithöhe der Station mehrmals anheben. Zu Missionsende wird das mit ISS-Abfällen beladene ATV von der Raumstation abgekoppelt, aus seiner Umlaufbahn herauskatapultiert und beim Eintritt in den oberen Schichten der Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht.
Astrium, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EADS, ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Im Jahr 2007 erreichte **Astrium einen Umsatz von 3,5 Milliarden € und beschäftigte rund 12.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche: Astrium Space Transportation für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Astrium Satellites für Satelliten und Bodensegmente sowie die 100-prozentige Tochter Astrium Services für die Entwicklung und Lieferung satellitenbasierter Dienstleistungen.
EADS ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2007 lag der Umsatz bei rund 39,1 Milliarden €, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 116.000.