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Eurofighter wieder voll im Testflugbetrieb

München / Hallbergmoos, le 12  décembre  2002

Die Eurofighter GmbH erhielt soeben den nachfolgend wiedergegebenen Bericht der Unfall-Untersuchungskommission, der sich mit dem Verlust des Eurofighter-Prototypen DA6 auseinandersetzt. Diese Information leitet der EADS-Geschäftsbereich Militärflugzeuge als Mitglied des Eurofighter-Konsortiums heute an die deutschsprachige Presse weiter.

„Basierend auf einer detaillierten Überprüfung und Analyse der Daten im Zusam-menhang mit dem Verlust des Eurofighter-Prototypen DA6 am 21. November 2002, trat die offizielle staatliche Unfall-Untersuchungskommission AIC (Accident Investiga-tion Committee) am 5. Dezember zusammen und gab folgenden Befund ab: Die Untersuchungen haben die Unfallursache und die daraus resultierenden erforderlichen Maßnahmen mit deutlicher Beweiskraft festgestellt. Die aussergewöhnlich gute Unterstützung der Kommission durch die Firmen Eurofighter und Eurojet wird hierbei anerkannt.

Eurofighter DA6 war mit zwei EJ200-Triebwerken des frühen Entwicklungsstandards (03A-Standard) ausgestattet. Während eines Testflugs in der spanischen Region To-ledo flog das Flugzeug in 45.000 Fuß (ca. 15 km) Höhe und mit einer Geschwindig-keit von 0,7 Mach. Während das Flugzeug stabilisiert wurde, um die vorgesehene Erprobungsaufgabe einzuleiten, erlitten die Turbinen einen Strömungsabriß, der den Ausfall beider Triebwerke zur Folge hatte. Die Besatzung des zweisitzigen Flug-zeugs versuchte, die Situation unter Kontrolle zu bringen, konnte die Triebwerke aber nicht neu starten. Beide Piloten konnten sich unverletzt retten.

Es wurde im Zuge der Untersuchung festgestellt, daß nur ein weiteres Eurofighter-Flugzeug der Erprobungsflotte mit Triebwerken dieses älteren Standards ausgestat-tet ist. Diese Triebwerke werden abhängig von weiteren Untersuchungen ausgebaut und durch solche mit einem neueren Standard ersetzt. Das AIC stellte fest, daß alle dem Standard 03A folgenden Triebwerke nicht vom festgestellten Fehlereffekt betrof-fen sind. Alle übrigen Flugzeuge der Flotte werden mit EJ200-Antrieben der Folge-Standards angetrieben.

Die Kommission empfahl die schnellstmögliche Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit den entsprechenden Triebwerkstypen nach Freigabe durch die jeweiligen natio-nalen Flugsicherheitsbehörden und entsprechend deren Bestimmungen.“

Eurofighter und Eurojet arbeiten mit den Behörden der vier Nationen (Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien) mit dem Ziel zusammen, die Wiederaufnahme des Flugbetriebs nebst den erforderlichen Freigaben bestmöglich sicherzustellen.

Ihre Ansprechpartner:

Eurofighter: Ian Bustin
Tel. +49-811-80-1555/6
Fax +49-811-80-1557
EADS Militärflugzeuge: Wolfram Wolff
Tel. +49-89-607 25711
Wolfdietrich Hoeveler
Tel. +49-89-607 32822
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