Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Gründung der Airbus SAS positiv für EADS-Konzernabschluss

Amsterdam, 12 Juli 2001

  • Wertsteigerung durch Airbus: EUR 350 Mio. jährlich ab 2004
  • Airbus zu 100 Prozent in der EADS-Konzernbilanz konsolidiert
  • Gründung der Airbus SAS steigert EBIT-Marge der EADS ab 2002

Die Gründung der integrierten Gesellschaft Airbus SAS (Société par actions simplifiée) wird sich positiv auf die Konzernbilanz der EADS European Aeronautic Defence and Space Company auswirken. Die EADS und BAE Systems gaben am 12. Juli die Gründung des integrierten Unternehmens Airbus SAS bekannt.

Wie bereits von der EADS mitgeteilt, wird Airbus ab 2004 eine Wertsteigerung von EUR 350 Mio. erzielen. Hiervon entfallen EUR 100 Mio. auf die Gründung der Airbus SAS und EUR 250 Mio. resultieren aus der Integration innerhalb der EADS und der damit verbundenen Effekte im Einkauf, der Straffung des Managements sowie der Optimierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Die Unternehmens-führung hat hierzu bereits detaillierte Pläne umgesetzt. In 2001 werden zehn Prozent der gesamten Wertsteigerung erwartet. Airbus arbeitet mit einer schlanken Managementstruktur und wird bereits seit 1. Januar 2001 als integriertes Unternehmen geführt. Hauptsitz ist Toulouse, Frankreich.

Seit dem 1. Januar 2001 wird Airbus zu 100 Prozent in der EADS-Konzernbilanz konsolidiert. Anteilseigner des neuen Unternehmens sind die EADS (80 Prozent) und BAE Systems (20 Prozent). Mit einer eng begrenzten Zahl von Ausnahmen, die Einstimmigkeit erfordern, werden alle anderen Entscheidungen durch einfache Mehrheit getroffen. Die beiden Anteilseigner haben vereinbart, dass EADS Corporate Finance die Funktionen Hedging und Cash-Management übernimmt.

Aus Bilanzierungssicht hat die Transaktion folgende, noch nicht testierte Auswirkungen:

  • Airbus UK sowie die 20-prozentige Beteiligung von BAE Systems an Airbus GIE werden in die EADS eingebracht. Im Austausch für die Einbringung der Airbus UK, die zum Verkehrswert erfolgt, "verkauft" die EADS 20 Prozent der neuen Airbus-Gesellschaft an BAE Systems. Hieraus ergibt sich ein außerordentlicher, nicht liquiditätswirksamer und nicht zu versteuernder Gewinn in 2001.
  • Die hauptsächlichen bilanziellen Wirkungen dieser Vorgänge bestehen in einem zusätzlichen Goodwill von rund EUR 4 Mrd., Anpassungen auf die Verkehrswerte von ca. EUR 0,5 Mrd. und einem außerordentlichen Gewinn von annähernd EUR 2 Mrd. (vor Goodwill-Abschreibungen).

Die Konsolidierung von Airbus ist bereits in der EADS-Ergebnisprognose für 2001 enthalten, nach der ein Anstieg des EBIT um 15 Prozent und ein Umsatzwachstum von 20 Prozent erwartet wird. EADS geht davon aus, dass sich die Konsolidierung von Airbus ab 2002 positiv auf die EBIT-Marge und damit zum Vorteil der EADS-Anteilseigner auswirken wird.

Airbus beschäftigt gegenwärtig über 44.000 Mitarbeiter (Stand: 30. Juni 2001). Der Auftragsbestand des Unternehmens beläuft sich auf 1.714 Flugzeuge. Airbus erwartet im Jahr 2001 die Auslieferung von rund 330 Flugzeugen und Neuaufträge für 350 bis 400 Flugzeuge.

Kontakt:

Eckhard Zanger
EADS Communications Finance
Tel.: +49 89 607 27961