Airbus erzielte 2001 erneut gute Geschäftsergebnisse - trotz eines allgemeinen Konjunkturrückgangs, der sich nach den tragischen Ereignissen vom 11. September noch beträchtlich verschärfte. Mit seiner modernen Produktpalette, einer klugen lndustriepolitik in Verbindung mit einem vorausschauendem Auftragsbestandsmanagement und echter Kundenorientierung konnte das Unternehmen seine Führungsposition im Zivilluftfahrtmarkt weiter festigen.
In Übereinstimmung mit den Prognosen zu Jahresbeginn verbuchte Airbus im Jahr 2001 375 neue Festbestellungen im Wert von 44,7 Mrd. US-Dollar, was einem Marktanteil von 53 Prozent nach verkauften Einheiten bzw. beeindruckenden 61 Prozent nach Höhe der Auftragswerte entspricht. 2001 ging die Zahl der von Airbus verkauften Flugzeuge - ebenfalls den Prognosen entsprechend - zwar im Vergleich zu 2000 zurück, doch konnte der Absatz großer Flugzeuge nahezu verdreifacht werden und trug zu einem wertmäßigen Zuwachs der Auftragseingänge um 3,4 Mrd. US-Dollar bei. Die 2001 verbuchten Aufträge umfassten 175 Standardrumpfflugzeuge der A320-Familie, 61 zweistrahlige Großraumflugzeuge vom Typ A300-600, 54 Langstreckenmodelle vom Typ A330/A340 sowie 85 A380. Der Airbus-Superjumbo A380 wurde vomi Markt mit überwältigendem Erfolg angenommen: Innerhalb eines Jahres seit dem Beginn der Vermarktung lagen für dieses Modell 2001 bereits nahezu 100 Bestellungen vor, wenn man die zwölf Kaufzusagen mit einrechnet.
Airbus lieferte 2001 die Rekordzahl von 325 Flugzeugen aus. Hierzu zählten 257 Standardrumpfflugzeuge sowie 68 Großraum- und Langstreckenflugzeuge, mit denen das Unternehmen insgesamt einen Umsatz von 20,5 Mrd. Euros erwirtschaftete - den höchsten in der bisherigen Firmengeschichte.
Der Airbus-Gesamtabsatz zum Jahresende beläuft sich auf 4399 Aufträge, wobei 101 Stornierungen berücksichtigt sind, die zu 90 Prozent darauf zurückzuführen waren, dass die jeweiligen Auftraggeber Konkurs anmeldeten. Die umsichtige und vorausschauende Vorgehensweise im Hinblick auf diese stornierten Bestellungen, die möglicherweise zum Teil wieder in die Auftragsbücher Eingang finden werden, gewährleistet ein solides Auftragspolster, das aus Bestellungen solider Kunden besteht. Der Netto-Auftragsbestand 2001 nach den genannten Stornierungen beläuft sich auf 274 Flugzeuge im Wert von 37,3 Mrd. US-Dollar, was einem Marktanteil von 50,2 Prozent nach verkauften Einheiten bzw. einem wertmäßigen Nettomarktanteil von 61 Prozent entspricht.
Die Zahl der bisher von Airbus ausgelieferten Flugzeuge stieg 2001 auf 2824. Mit einem Auftragsbestand von 1575 Flugzeugen liegt das Unternehmen im zweiten Jahr in Folge weit vor der Konkurrenz und hat einen Anteil von 54 Prozent an allen derzeit bestellten und noch auszuliefernden großen Verkehrsflugzeugen. Dieser solide Auftragsbestand entspricht bei den gegenwärtigen Fertigungsraten bis zu fünf Produktionsjahren.
2001 war auch hinsichtlich der Unternehmensstruktur von Airbus ein sehr bedeutsames Jahr: Nach 31-jähriger Existenz als GIE (Groupement d'Interêt Economique) wurde Airbus zu einem voll integrierten Unternehmen, wobei die Geschäftstätigkeit im Zuge des gesamten Integrationsprozesses erfolgreich fortgesetzt wurde. Airbus läutete zudem eine neue Phase der europäischen Integration auf militärischem Gebiet ein: Im Dezember wurde zwischen Airbus Military und der gemeinsamen europäischen Beschaffungsorganisation OCCAR ein Vertrag im Wert von 18 Milliarden Euro über den Militärtransporter A400M unterzeichnet. Die Umsetzung dieses Vertrags wird in Kürze erwartet. Im Hinblick auf die Flugzeugentwicklung brachte das Jahr 2001 neben dem laufenden A380-Programm den Erstflug der A340-600 im April; zur Jahreswende wurden zudem letzte Vorbereitungen für den Erstflug der A31 8 getroffen, der diese Woche wie geplant stattfand.
Bei der Präsentation der Airbus-Ergebnisse für 2001 heute in Paris gab Chief Executive Noël Forgeard seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Jahr 2002 heiterer und friedlicher werden möge als 2001. Er betonte, dass sein Unternehmen tatsächlich mit geeigneten Maßnahmen einigen kurzfristigen Schwierigkeiten begegnen müsse, die durch den allgemeinen branchenweiten Abschwung verursacht worden seien, und sagte: ,Dank unseres guten Auftragsbestands und unserer modernen, überaus effizienten Produktpalette sind wir sehr gut aufgestellt, um uns voller Zuversicht an die Bewältigung der vor uns liegenden Herausforderungen zu machen."
Airbus mit Hauptsitz in Toulouse ist ein globales Unternehmen mit Konstruktions- und Fertigungsstandorten in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien sowie hundertprozentigen Tochtergesellschaften in den Vereinigten Staaten, China und Japan. Airbus ist ein EADS-Unternehmen mit BAE Systems.