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Eurofighter erhält viernationale Typenzulassung

Hertrich: „Ein bedeutender Tag für das Programm – ein wichtiger Schritt für die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit Europas“

München/Manching, 30 Juni 2003

Der Eurofighter kann jetzt in Dienst gehen. Am Montag wurde im EADS-Militärflugzeugwerk Manching in Anwesenheit des Verteidigungsministers der Bundesrepublik Deutschland und der stellvertretenden Ressortchefs aus Großbritannien, Italien und Spanien die internationale Typenzulassung für das Kampfflugzeug erteilt. Die jetzt von den Regierungen und der von ihnen eingesetzten Management-Agentur Netma mit dem Eurofighter-Konsortium (der EADS in Deutschland und Spanien, der italienischen Alenia und der britischen BAE Systems) unterzeichneten Vereinbarungen schaffen die Voraussetzung für den offiziellen Auslieferungsbeginn der Eurofighter an die Luftstreitkräfte der Partnernationen.

"Der heutige Tag ist für alle am Eurofighter-Programm Beteiligten, sowohl für Kunden als auch für die Hersteller, ein Datum, auf das alle seit Jahren hingearbeitet haben", sagte Rainer Hertrich, CEO der EADS. "Zugleich stellt er auch einen weiteren wichtigen Schritt für die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit unseres Kontinents dar. Mit Waffensystemen wie dem Eurofighter wird dem politischen Willen entsprochen, sowohl den entstehenden Sicherheitsstrukturen in der Europäischen Union als auch der transatlantischen Allianz ein leistungsfähiges Instrument zur Friedenssicherung zur Verfügung zu stellen."

Hertrich unterstrich, dass die EADS und das Eurofighter-Konsortium den vier Nutzer-Luftwaffen bei der Auslieferung der 620 bislang georderten Serienflugzeuge sowie während der jahrzehntelangen Betriebsphase als verlässlicher Industriepartner zur Verfügung stehen werde. "Wir sind stolz darauf, auch bei diesem Programm für vier der wichtigsten Luftstreitkräfte der EU und der NATO zu arbeiten, die ab jetzt den Eurofighter als das Rückgrat ihrer fliegenden Luftverteidigung einsetzen werden," so Hertrich.

Wie Hertrich weiter ausführte, hat sich die Eurofighter-Serienfertigung nach dem bei komplexen Programmen üblichen anfänglichen Lernkurveneffekt mit dem Hochlaufen der Serienphase bereits stabilisiert. Derzeit seien schon Hauptbaugruppen für das 110. des 148 Flugzeuge umfassenden ersten Eurofighter-Bauloses in der Fertigung. Der EADS-Bereich Militärflugzeuge wird vom deutschen Endmontagewerk Manching in diesem Jahr insgesamt acht Eurofighter-Zweisitzer an die deutsche Luftwaffe ausliefern - einschließlich der bereits seit Mitte Februar 2003 an die Technische Schule der Luftwaffe zur Ausbildung von Wartungs- und Instandhaltungspersonal überstellten GT001. Vom EADS-Schwesterstandort Getafe bei Madrid wird die spanische Luftwaffe bis zum Jahresende vier Serienflugzeuge erhalten. Nach den zur Pilotenausbildung zunächst erforderlichen zweisitzigen Flugzeugen, die allerdings über die vollen operationellen Fähigkeiten verfügen, haben beide EADS-Endmontagelinien auch schon mit der Produktion der ersten Eurofighter-Einsitzer begonnen, die das Gros bei den Einsatzverbänden bilden.

Seit April 2003 arbeitet auch das als kooperatives Modell zwischen Luftwaffe, Beschaffungsamt und der EADS betriebene Systemunterstützungszentrum für das Waffensystem Eurofighter (SUZ) in Manching. Das SUZ wird die mit dem Eurofighter ausgerüsteten Luftwaffen-Einheiten vor allem im Bereich der Software-Pflege und -modernisierung unterstützen und verfügt dabei über ein rund um die Uhr besetzten ‚User-Help Desk'. Ebenfalls in Manching wurde das in viernationaler Zusammenarbeit zwischen den Eurofighter-Konsortialpartnern und führenden europäischen Simulatoren-Herstellern arbeitende Zentrum zur Entwicklung und Produktion der für die Nutzungsphase erforderlichen bodengestützten Piloten-Ausbildungssysteme (ASTA) eröffnet. Dort absolvieren die ersten Fluglehrer des Leit-Verbands der Luftwaffe, dem Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" in Laage bei Rostock, ihre fliegerische Umschulung auf dem von EADS-Militärflugzeuge entwickelten Interim-Trainingssimulator.

Die EADS ist ein führendes Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen und mit einem Umsatz von 29,9 Milliarden Euro im Jahr 2002 die Nummer Zwei der Branche. Sie gehört zu den Marktführern in der zivilen Luftfahrt, bei Verteidigungstechnologie, Hubschraubern, Raumfahrt, militärischen Transport- und Kampflugzeugen sowie den dazugehörigen Dienstleistungen. Zur EADS gehören der zivile Flugzeugbauer Airbus, der weltweit größte Hubschrauber-Hersteller Eurocopter und MDBA, der zweitgrößte Lenkflugkörperhersteller der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium und entwickelt auch das militärische Transportflugzeug A400M.

Das Unternehmen verfügt über mehr als 70 Standorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Es ist weltweit tätig, unter anderem auch in Amerika, Russland und Asien.

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