EADS beziffert Auswirkungen der Verschmelzung von Airbus GIE auf Airbus SAS
Bilanziell bedingte Anpassung führt zu Steigerung der EBIT * -Prognose für 2004 um € 130 Mio. auf € 1,93 Mrd.
Vereinbarung zwischen Steuerbehörden vom April 2004 ermöglicht einfachere rechtliche Struktur von Airbus
Veröffentlichung der Halbjahres-Ergebnisse 2004 wie geplant am 29. Juli
Amsterdam, 13 Juli 2004
Die EADS (European Aeronautic Defence and Space Company, Börsenkürzel EAD) hat nach der Verschmelzung der Airbus GIE auf die Airbus SAS im Anschluss an eine entsprechende Vereinbarung zwischen europäischen Steuerbehörden die Auswirkungen dieses Zusammenschlusses beziffert. Aus Konzernsicht ergibt sich daraus netto eine EBIT * -Erhöhung um € 130 Mio. für 2004. Diese bilanzielle Anpassung führte zu einem – nicht liquiditätswirksamen – Anstieg der EBIT * -Prognose für 2004 von € 1,8 Mrd. auf € 1,93 Mrd. Anlässlich der Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse am 12. Mai 2004 hatte die EADS bereits Auswirkungen dieser Art angekündigt.
Im Jahr 2002 hatte Airbus ein Projekt zur Verschmelzung der Airbus GIE auf die Airbus SAS begonnen. Hierzu waren komplexe Verhandlungen mit den Finanzbehörden erforderlich, die mit der offiziellen Bestätigung der neuen rechtlichen Struktur durch europäische Steuerbehörden im April 2004 erfolgreich zum Abschluss kamen. Als Folge daraus wurde die Airbus GIE, eine in US-Dollar bilanzierende Einheit, im April 2004 rückwirkend zum 1. Januar 2004 auf die Airbus SAS, eine in Euro bilanzierende Einheit, verschmolzen.
Die Airbus GIE war seit ihrer Gründung eine in US-Dollar bilanzierende Einheit, die ihre Abschlüsse in Euro konvertierte und die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen (Currency Translation Adjustments, CTA) innerhalb des Eigenkapitals auswies. Aufgrund des Kursverfalls des US-Dollars während der vergangenen Perioden führte die Währungsumrechnung der Airbus GIE zu einer positiven Anpassung des Eigenkapitals.
Nach der Verschmelzung werden Bilanzposten der ehemaligen Airbus GIE anders behandelt als zuvor. Seit dem 1. Januar 2004 kommt es zu keinen Umrechnungsdifferenzen mehr, da alle Transaktionen in Euro verbucht werden. Insbesondere werden nach dem 1. Januar 2004 in US-Dollar erhaltene Kundenanzahlungen zum Wechselkurs am Tag des Zahlungseingangs in Euro umgerechnet und nach der Auslieferung der Flugzeuge zu diesem Kurs als Umsatz verbucht.
Nach dieser bilanziellen Behandlung und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IAS 21) folgend, werden noch ausstehende Umrechnungsdifferenzen im Zusammenhang mit Flugzeugen, die nach dem 1. Januar 2004 ausgeliefert werden, über die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) aufgelöst. Hingegen werden alle übrigen noch ausstehenden Umrechnungsdifferenzen weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die partielle Auflösung der Differenzen aus Währungsumrechnung führt zu einem Anstieg in Umsatz und Umsatzkosten. Dadurch erhöht sich die im März dieses Jahres veröffentlichte EBIT * -Prognose um rund € 130 Mio. für das Jahr 2004; auf die Liquidität der EADS hat dies keine Auswirkungen. Durch diese bilanzielle Behandlung spiegelt das EBIT * die Rentabilität der einzelnen Flugzeugauslieferungen über die jeweilige Vertragslaufzeit zutreffender wider, da erzielte Umsätze aus Anzahlungen und angefallene Kosten mit ihrem historischen Umrechnungskurs berücksichtigt werden.
EBIT
* Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Abschreibungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für ihre wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Einmalerträge bzw. -aufwendungen, wie z.B. die Abschreibungen von Marktwertanpassungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der EADS sowie Verluste aus Wertminderungen. Seine Bedeutung deckt sich nicht mit der Definition von außerordentlichen Posten laut IFRS.
Kontakt:
Eckhard Zanger
EADS Communications Finance
Tel.: +49 89 607 27961
Über die EADS:
Die EADS ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. Im Jahr 2003 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von € 30,1 Mrd. Zur EADS gehören der Flugzeugbauer Airbus, der weltweit größte Hubschrauber-Hersteller Eurocopter und das Joint Venture MBDA, das zweitgrößte Lenkflugkörperunternehmen der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, agiert als Hauptauftragnehmer für das Trägersystem Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist der wichtigste industrielle Teilnehmer am Programm für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo.
Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):
Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.
In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.
Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.
Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.
Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Referenzdokument des Unternehmens vom 1. April 2004 entnommen werden.
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