Der EADS-Bereich Military Air Systems hat im Auftrag des Eurofighter-Konsortiums der norwegischen Regierung Ende März in Oslo ein maßgeschneidertes Angebot für den Kauf von Eurofighter-Kampfflugzeugen mit zahlreichen Beteiligungsmöglichkeiten unterbreitet. Die vorgelegte Antwort auf Norwegens Anfrage nach Informationen über einen möglichen Eurofighter-Kauf (RFI – Request for Information) beinhaltet maßgeschneiderte Liefer- und Zahlungskonditionen und vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung der norwegischen Industrie an Eurofighter-Technologien und Offset-Offerten.
„Das Hochleistungs-Kampfflugzeug Eurofighter entspricht in höchstem Maße den operativen Anforderungen moderner Streitkräfte unter den sich wandelnden militärischen Bedingungen“, sagte Johann Heitzmann, innerhalb des EADS-Verteidigungs- und Sicherheitsbereiches Leiter von Military Air Systems. „Bei uns gibt es keine abgespeckten Exportversionen. Wir bieten allen unseren Kunden exakt die gleiche Flugzeugversion an, die an die Eurofighter-Nationen Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien und auch an den Exportkunden Österreich geliefert wird.“
Das Angebot an Norwegen ist flexibel auf die Bedürfnisse und Lieferwünsche des Kunden optimiert und berücksichtigt Alternativen für Gesamtstückzahlen, Liefermodalitäten und -zeiträume.
„Das Eurofighter-Programm zeichnet dadurch aus, dass es für alle Beteiligten ein Höchstmaß an Transparenz und Technologietransfer bietet“, so David Hamilton, Eurofighter-Kampagnen-Direktor für Norwegen bei Military Air Systems. „Die Luftwaffen und Industrien der Kundennationen werden umfassend an der Technik des Eurofighters geschult, so dass sie die Wartung und Betreuung der Eurofighter autonom und eigenverantwortlich während der gesamten Nutzungsphase wahrnehmen können.“
Fachlich geeignete Luft- und Raumfahrtfirmen der Kundennationen werden am Eurofighter-Programm direkt beteiligt. Diese Kooperation reicht von gezielten Entwicklungsaufträgen bis zur umfangreichen industriellen Zusammenarbeit. Das Angebot an Norwegen eröffnet über die bereits bestehenden sieben Hochtechnologie-Entwicklungsprojekte mit derzeit zehn Firmen hinaus die Möglichkeiten zur langfristigen strategischen industriellen Partnerschaft. Über die direkt mit dem Eurofighter-Programm verbundenen Kooperationen verpflichten sich die im Eurofighter-Konsortium zusammengeschlossenen Partnerfirmen EADS Military Air Systems in Deutschland und Spanien, Alenia und BAE Systems auch zur Vermittlung anderweitiger Industrieaufträge in Relation zum jeweiligen Auftragsvolumen. Hier bietet allein schon der EADS-Konzern mit seiner breit gefächerten Produktvielfalt eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.
Die EADS und das Eurofighter-Konsortium bieten ihren Kunden somit nicht nur das leistungsfähigste Kampfflugzeug der neuesten Generation, sondern versetzen die Unternehmen in den Kundennationen auch in die Lage, an neuen Technologie-Entwicklungen und wirtschaftlichem Erfolg teilzunehmen. Aus Kunden werden dadurch Partner.
Military Air Systems (MAS), das Kompetenzzentrum für alle bemannten und unbemannten fliegenden Waffensysteme innerhalb der EADS, ist ein integrierter Geschäftsbereich der EADS Defence & Security Systems Division (DS).
Mit einem Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro im Jahr 2005 und etwa 23.000 Mitarbeitern in zehn Ländern bündelt DS die wesentlichen Verteidigungs- und Sicherheitsaktivitäten der EADS. DS ist ein führender Anbieter integrierter Systemlösungen (Large Systems Integration – LSI) für die neuen Herausforderungen der Streit- und Sicherheitskräfte. DS ist aktiv in integrierten, fliegenden Kampf- und Missionssystemen (bemannt und unbemannt) und dazugehörigen Trainingssystemen. Zusätzlich gehören Lenkflugkörpersysteme und Gefechtsführungssysteme für alle Teilstreitkräfte, globale Sicherheitslösungen, sichere Kommunikationslösungen, Verteidigungselektronik, Sensorik und Avionik sowie die dazugehörigen Dienstleistungen zum Portfolio.
Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und in den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von 34,2 Milliarden Euro im Jahr 2005 und über 113.000 Mitarbeitern.