Stand: 20 Mai 2008 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Kriseneinsatz in China profitiert von TerraSAR-X und Spot 5

  • Deutscher TerraSAR-X und Frankreichs SPOT 5 Satellit liefern hochauflösende Daten der Erdbebengebiete in China
  • Schnelle Kartierungen und Auswertungen durch Astrium-Tochter Infoterra und Beijing Spot Image
  • Einsatzkräfte erhalten Daten zeitnah und kostenfrei

Friedrichshafen / Peking, 20 Mai 2008

Seine Leistungsfähigkeit im Katastrophenfall beweist der von Astrium gebaute deutsche Radarsatellit jetzt erneut mit einer Schnellkartierung von Infrastrukturen und Schäden in der chinesischen Stadt Maowen, basierend auf einer TerraSAR-X Aufnahme im so genannten SpotLight Modus (Auflösung: 1,5 m): Rote Symbole markieren beschädigte Gebäude, Brücken und Straßen; Linien geben Straßenverläufe unterschiedlicher Kategorien wider; blaue Kästchen kennzeichnen Überschwemmungsgebiete entlang des Flusses, und die gelbe Linie am unteren Bildrand markiert einen Staudamm.

Seine Leistungsfähigkeit im Katastrophenfall beweist der von Astrium gebaute deutsche Radarsatellit jetzt erneut mit einer Schnellkartierung von Infrastrukturen und Schäden in der chinesischen Stadt Maowen, basierend auf einer TerraSAR-X Aufnahme im so genannten SpotLight Modus (Auflösung: 1,5 m): Rote Symbole markieren beschädigte Gebäude, Brücken und Straßen; Linien geben Straßenverläufe unterschiedlicher Kategorien wider; blaue Kästchen kennzeichnen Überschwemmungsgebiete entlang des Flusses, und die gelbe Linie am unteren Bildrand markiert einen Staudamm.

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© EADS

Durch die schnelle Bereitstellung hochwertiger Satellitenaufnahmen sowie deren detaillierte Auswertungen durch die Infoterra GmbH und Spot Image SA werden jetzt die Notfallmaßnahmen im Erdbebengebiet in der chinesischen Provinz Sichuan unterstützt.

Gemeinsam haben die beiden Unternehmen chinesische Regierungsstellen und Rettungsorganisationen mit Satellitenbilddaten, Interpretationshilfen, Kartierungen und Schnellauswertungen beliefert, welche die Lage in besiedelten Gebieten sowie den Zustand von Infrastrukturen und umliegender Landstriche darstellen.

Infoterra und Spot Image hatten ihre jeweiligen Satelliten, den deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und den französischen optischen Satelliten Spot 5, programmiert, um Daten der betroffenen Gebiete aufzunehmen.

Bereits sieben Stunden nach Empfang durch die Bodenstation konnten die ersten prozessierten TerraSAR-X-Daten in China ausgeliefert werden. Gleichzeitig haben Geoinformationsexperten der beiden Unternehmen in Europa und Peking damit begonnen, die Aufnahmen auszuwerten und zu analysieren – die entstandenen Detailkartierungen wurden bereits am Folgetag bereitgestellt.

Chinesische Regierungsstellen und Katastrophenschutzorganisationen wie zum Beispiel die Nationale Behörde für Vermessung und Kartierung (CASM), das Ministerium für Land und Ressourcen, die staatliche Erdbebenzentrale sowie sogar der Chinesische Staatsrat haben die Informationen unverzüglich erhalten und nutzen diese nun bei ihren Hilfsmaßnahmen in den Krisengebieten.

Alle Ergebnisse sind zudem online verfügbar – der direkte Zugriff durch nationale sowie internationale Regierungs- und Nichtregierungseinrichtungen weltweit ist dadurch sichergestellt.

Bilder und Karten werden für die Identifizierung und Beurteilung von Schäden, die Festlegung von Einsatz-Schwerpunkten, die Planung von Ressourceneinsätzen und Routen oder die effiziente Platzierung von Koordinationszentralen und Lagern herangezogen.

In den nächsten Tagen und Wochen sind weitere Aufnahmen mit TerraSAR-X und Spot 5 geplant. Diese werden eine kontinuierliche Beobachtung von Entwicklungen, Veränderungen, Fortschritten und etwaigen Folgeauswirkungen im Krisengebiet ermöglichen und so auch die mittelfristigen Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen unterstützen.

Der Einsatz von Infoterra und Beijing Spot Image ist ein Beitrag des EADS-Konzerns zur Unterstützung der Kriseneinsatzkräfte und Erdbebenopfer in China: Satellitendaten und –auswertungen konnten so kostenlos verfügbar gemacht werden.

Über Infoterra

Infoterra hält exklusiv die kommerziellen Vermarktungsrechte für den neuen deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X, der am 15. Juni 2007 gestartet wurde. Das Unternehmen liefert wetterunabhängig hochauflösende Radardaten einer neuartigen Qualität, und ist zudem in der Lage, Kunden einen zuverlässigen Direktzugang zu TerraSAR-X Daten zu ermöglichen.

Vielfältige Geoinformationsprodukte und –dienstleistungen ergänzen das Angebot: basierend auf TerraSAR-X Daten sowie den Aufnahmen anderer Satelliten erzeugt Infoterra zuverlässig und zeitnah Informationen, die in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen weltweit eingesetzt werden.

Infoterra ist eine einhundertprozentige Tochter von Astrium, Europas führendem Weltraumunternehmen, und beschäftigt am Hauptsitz in Friedrichshafen sowie der Produktionsstätte in Potsdam insgesamt mehr als 120 Mitarbeiter. Sie ist Teil der europäischen Infoterra Gruppe mit mehr als 350 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 60 Mio Euro in 2007, zu der auch Firmen in Frankreich, Großbritannien, Spanien und Ungarn gehören.

Über Spot Image

Neben dem Hauptsitz in Toulouse, Frankreich, hat Spot Image Tochtergesellschaften in den USA, China, Singapur, Japan und Australien aufgebaut, eine weitere wird im Sommer 2008 in Brasilien hinzukommen. Als kommerzieller Betreiber der Spot-Satelliten sowie Lieferant weiterer optischer- und Radarsatelliten ist Spot Image weltweit führend bei der Bereitstellung von Satellitendaten und höherwertigen Geoinformationsprodukten. Seit mehr als zwei Jahrzehnten nutzt Spot Image Weltraum- und Bodeninfrastruktursysteme um seine Kunde zu bedienen. Dabei greift die Spot Image Gruppe auf ein weltweites Netz von Bodenstationen, Partnern und Distributoren zurück, um öffentliche und privatwirtschaftliche Entscheider auf der ganzen Welt mit Geoinformationsdienstleistungen und –produkten zu versorgen.

Kontakt

Mareike Döpke Tel.: +49 7545 8 3924
www.infoterra.de
mailto: mareike.doepke@infoterra-global.com