Leiser, sicherer und umweltfreundlicher: Bei der Lösung der Herausforderungen an die künftige Luftfahrt suchen EADS-Ingenieure stetig nach noch leichteren, stabileren und flexibleren Werkstoffen sowie neuen Fertigungsmethoden. Als eines der weltweit führenden Luft- und Raumfahrtunternehmen hält EADS nicht nur eine globale Pole Position in diesem Bereich, sondern lizenziert viele Technologien, damit andere Branchen davon auch profitieren können.
Rekordniveau bei Verbundwerkstoffen
Während die Außenhaut des Eurofighter zu rund 70 % aus Kohlefaserverbundwerkstoffen besteht, sind es beim Militärhubschrauber NH90 sogar 85 % – ein Weltrekord. Als erstes Airbus-Flugzeug mit über 50 % Verbundwerkstoffanteil senkt die A350 XWB den Treibstoffverbrauch gegenüber Konkurrenzmodellen zudem um rund ein Viertel. Darüber profitiert nicht nur unsere Umwelt, sondern auch die Airbus-Kunden: Denn geringere Kosten und höhere Leistung garantieren einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.
Neue Materialien erfordern neue Methoden
Die Verwendung neuer CFK-Materialen erfordert neue, innovative Fertigungsmethoden. EADS hat deshalb beispielsweise den `Vacuum Assisted Process (VAP)´ entwickelt, der im Vergleich zu herkömmlichen Methoden um ca. 20% schneller ist und weniger Energie verbraucht. Abgesehen von den großen Anwendungsmöglichkeiten in der Luftfahrt wird VAP auch für Lizenznehmer immer attraktiver – einer davon entwickelt den Bob, der möglicherweise bei den Olympischen Winterspielen 2018 die Nase vorn haben wird.
Bauteile einfach ausdrucken: In 3D
Eine weitere bahnbrechende Fertigungstechnik ist das `Additive Layer Manufacturing (ALM)´. Im Vergleich zu herkömmlich hergestellten Frästeilen sind ALM-Produkte bis zu 65 % leichter und das bei gleicher Stabilität: ein Paradigmenwechsel in der Luftfahrtindustrie. Um das Potential dieser Technologie zu demonstrieren, hat EADS mit dem „Airbike“ das weltweit erste Fahrrad entwickelt, das in einer Art 3D-Drucker aus hochfestem Nylonpulver ausgedruckt wird.
Die Natur als Lehrmeister
Bei der Suche nach umweltfreundlichen Technologien erweist sich die Natur oft als bester Lehrmeister: Die „Bionik“ nimmt sich die Natur zum Vorbild und bildet natürliche Prozesse technisch nach. Dazu studieren Entwickler Phänomene wie zum Beispiel die Zugbewegungen von Schneegänsen oder die flüssigkeitsabweisenden Eigenschaften von Lotosblüten. Mit Hilfe der Ergebnisse entwickelt EADS gänzlich neue Konzepte in Zeiten stetig zunehmenden Luftverkehrs.
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