Airbus A400M setzt erfolgreiche Tradition im humanitären Lufttransport fort
Blagnac, 12 September 2012
Erdbeben, Überschwemmungen oder Hungerkrisen – mehr als 100 Mal im Jahr spielt humanitärer Lufttransport eine Schlüsselrolle bei schneller Katastrophenhilfe weltweit. Nur mit Hilfe von flexibel einsetzbaren Transportflugzeugen lassen sich Hilfstrupps, mobile Krankenhäuser und Lebensmittel schnell an den Ort einer Krise oder Katastrophe bringen.
Airbus, die Airbus Corporate Foundation und mehrere Hilfsorganisationen zeigen auf der ILA 2012 in Berlin in diesem Jahr das Potential der A400M für den humanitären Lufttransport der Zukunft.
„Häufigkeit und Heftigkeit von humanitären Krisen haben deutlich zugenommen, parallel dazu auch die Anforderungen an Hilfsorganisationen. Die Luft- und Raumfahrtindustrie kann einzigartige Ressourcen und Fähigkeiten bereitstellen. Sie können es Hilfsorganisationen erleichtern, ihren wachsenden Aufgaben gerecht zu werden. Erstmals zeigen wir hier auf der ILA eine Auswahl unserer Produkte in einer Gesamtschau“, sagte Lutz Bertling, designierter Präsident des BDLI. „Insbesondere Transportflugzeuge, die auch auf Behelfspisten Starten und Landen können, werden von diesen Organisationen benötigt. Hier wächst der A400M definitiv eine neue Rolle zu.“
Hilfseinsätze weichen oft vom normalen Einsatzspektrum bei Fracht- oder Passagierflügen ab. Eine Herausforderung ist beispielsweise der schnelle Transport von Hilfsteams und Versorgungsgütern in Regionen mit zerstörter Infrastruktur. In solchen Fällen müssen die Flugzeuge auch auf improvisierten Landepisten oder Grasbahnen einsetzbar sein. Außerdem steht vielfach kein spezielles Gerät zur Be- und Entladung zur Verfügung, das Flugzeug muss unabhängig von Bodenteams sein.
Verglichen mit der C-160 Transall bietet die A400M mehr Reichweite und Zuladung für humanitäre Missionen. Das Flugzeug kann bei typischen Missionen rund 25 Tonnen Hilfsgüter laden, die C-160 Transall 6 - 8 Tonnen. Zudem ist die A400M in der Lage, auch auf Langstrecken direkt an ihren Einsatzort zu fliegen. Gleichzeitig bietet sie aber ebenfalls die Möglichkeit, auf Behelfspisten zu starten und zu landen.
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