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DATE: 2008-09-01T10:50+0200
 

EADS zeigt im ersten Quartal 2008 solide Performance und profitiert von günstigen saisonalen Einflüssen

Amsterdam, 14 Mai 2008

EADS (Börsenkürzel: EAD) verfügt über ein gutes Basisgeschäft und zeigt eine anhaltend solide grundlegende Performance. Das Unternehmen steht auf dem Weg der Erholung jedoch noch immer vor Herausforderungen. Trotz eines schwierigen Marktumfelds und des schwachen US-Dollars profitierte EADS im ersten Quartal des Jahres 2008 von einer anhaltend starken Nachfrage. Der außergewöhnlich gute Auftragseingang spiegelt den Erfolg des Produktportfolios von EADS am Weltmarkt wider – dies gilt vor allem für Airbus und den Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge. Die EBIT*-Entwicklung profitierte in den ersten drei Monaten 2008 von einem vorübergehenden Überhang von fällig gewordenen Wechselkurssicherungsgeschäften gegenüber dem Geschäftsvolumen. Für das Gesamtjahr 2008 bestätigt EADS die EBIT*-Prognose von € 1,8 Mrd.

„Wir haben bereits große Herausforderungen gemeistert. Mit Blick auf unser Ziel, eine deutliche und anhaltende Verbesserung der operativen Leistung zu erreichen, liegt jedoch noch viel Arbeit vor uns. Aber die Ergebnisse des ersten Quartals sind ermutigend”, sagte der CEO von EADS, Louis Gallois. „Einführung und Umsetzung von Power8 sind in vollem Gange und wir werden weitere Maßnahmen prüfen. Im Rahmen unserer langfristigen Vision 2020 konnten wir erste greifbare Ergebnisse erzielen: Der Erfolg im Wettbewerb um US-Tankflugzeuge und die vor kurzem beschlossene Übernahme in den USA sind von großer Bedeutung für ein ausgeglichenes Portfolio und den Ausbau unserer weltweiten Präsenz. Wir können somit auf einem ermutigenden Beginn aufbauen und wollen die Neuausrichtung von EADS weiter vorantreiben.”

Bei Airbus stieg die Anzahl der Flugzeugauslieferungen weiter, vor allem bei der A320-Familie; Singapore Airlines wurden weitere Flugzeuge vom Typ A380 übergeben. Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge erreichte im A400M-Programm den Power-On-Meilenstein. Eurocopter erhöhte ebenfalls die Auslieferungszahlen, präsentierte erfolgreich den neuen Transporthubschrauber EC175 und stärkte seine internationale Präsenz mit der Eröffnung einer NH90-Fertigungslinie in Australien. Der von Astrium gebaute unbemannte Raumtransporter ATV schloss seine Versorgungsmission zur internationalen Raumstation ISS erfolgreich ab. Der Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit erweiterte sein Geschäft mit sicheren Kommunikationsnetzen dank neuer Aufträge und der Übernahme von PlantCML, eines nordamerikanischen Anbieters von Notruf-Dienstleistungen.

Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf € 9,9 Mrd. (Q1 2007: € 8,9 Mrd.) dank vermehrter Airbus-Auslieferungen (123 Flugzeuge einschließlich zwei A380 gegenüber 115 Flugzeugen im Vorjahreszeitraum) und aufgrund höherer Volumina in den Geschäftsbereichen Eurocopter, Astrium sowie Verteidigung und Sicherheit. Infolge der Umsatzrealisierung im A400M-Programm trug der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge wesentlich zum Wachstum des Konzernumsatzes bei. Der Meilenstein war aus dem Jahr 2007 verschoben worden.

Das EBIT* (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) belief sich im ersten Quartal auf € 769 Mio. (Q1 2007: € 88 Mio.) dank Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen. Aufgrund einer starken operativen Leistung und dem Erreichen von Power8-Zielen verzeichneten Airbus und der Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit die größten EBIT*-Zuwächse gegenüber dem Vorjahresquartal. Damals wurde das EBIT* von Airbus vor allem durch das Restrukturierungsprogramm Power8 stark belastet. Zudem wirkte sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2008 ein vorübergehender Überhang von fällig gewordenen Wechselkurssicherungsgeschäften gegenüber dem Geschäftsvolumen positiv auf das Konzern-EBIT* aus. In den nächsten Quartalen wird sich dieser Effekt umkehren. Die Belastungen, die sich aus dem im Vergleich zum Vorjahresquartal weniger vorteilhaften Sicherungskurs ergaben, wurden mehr als ausgeglichen. Gleichzeitig verursachte der Einfluss des US-Dollars auf Rückstellungen für Drohverluste im ersten Quartal 2008 eine EBIT*-Belastung in Höhe von € -500 Mio. Diese wurde nur teilweise durch positive Effekte in Höhe von € 200 Mio. aus der Neubewertung von Verbindlichkeiten kompensiert. Gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres verursachten die Dollar-Effekte eine EBIT*-Belastung in Höhe von € -360 Mio.

Entsprechend der EBIT*-Entwicklung verbesserte sich das Konzernergebnis von EADS auf € 285 Mio. (Q1 2007: € -10 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie in Höhe von € 0,35 (Q1 2007: € -0,01). Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) blieben mit € 534 Mio. nahezu unverändert (Q1 2007: € 549 Mio.). Vor allem im Rahmen von Entwicklungsprogrammen bei Airbus, insbesondere für die A350 XWB, werden diese Aufwendungen im Verlauf des Gesamtjahres voraussichtlich über den Vorjahresbetrag hinaus steigen.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen erhöhte sich auf € 1.059 Mio. (Q1 2007: € -785 Mio.) dank eines verbesserten Zahlungsmittelzuflusses aus der betrieblichen Tätigkeit und verminderten Investitionen in Sachanlagen. Die operativen Cash-Flow-Verbesserungen resultieren vor allem aus gestiegen Kundenanzahlungen und einem weitaus geringeren Vorratsaufbau. Infolgedessen stieg der Free Cash Flow einschließlich Kundenfinanzierungen auf € 1.116 Mio. (Q1 2007: € -822 Mio.). Er enthält einen höheren Netto-Beitrag aus der Veräußerung von Kundenfinanzierungsforderungen gegenüber einem entsprechenden Zahlungsmittelabfluss im Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal 2008 ist der Cash Flow deutlich weniger von Investitionen in Sachanlagen, Ausgleichszahlungen und Restrukturierungsaufwendungen belastet als dies für das verbleibende Jahr der Fall sein wird. Bis Ende März stieg die Nettoliquidität auf € 8,3 Mrd. (Jahresende 2007: € 7,0 Mrd.).

Von Januar bis März 2008 steigerte EADS den Auftragseingang auf € 39,3 Mrd. (Q1 2007: € 10,5 Mrd.). Ausschlaggebend dafür sind zahlreiche Bestellungen bei Airbus und – dank Abschluss des britischen Tankerprogramms FSTA und einer Tankflugzeugbestellung aus Saudi-Arabien – beim Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge. Der Konzern profitierte von der anhaltenden Nachfrage nach seinen attraktiven Produkten, insbesondere aus dem asiatisch-pazifischen Raum und von traditionellen Fluggesellschaften.

Zum Ende des ersten Quartals 2008 erreichte der Auftragsbestand mit € 351,5 Mrd. wiederum Rekordniveau (Jahresende 2007: € 339,5 Mrd.). Das Wachstum wurde trotz einer Wertanpassung in Höhe von € -17 Mrd. aufgrund des schwächeren US-Dollars zum Quartalsende erzielt. Die Bestände des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Den Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft baute das Unternehmen vor allem dank des Geschäftsbereichs Militärische Transportflugzeuge bis auf € 58,0 Mrd. aus (Jahresende 2007: € 54,5 Mrd.). Ende März beschäftigte EADS 116.375 Mitarbeiter (Jahresende 2007: 116.493).

Ausblick

EADS bestätigt den am 11. März veröffentlichten Ausblick für das Gesamtjahr 2008. Er basiert auf einem Schlusskurs von € 1 = US$ 1,45 zum Jahresende 2008.

EADS erwartet für das Jahr 2008 über 700 Flugzeugbestellungen bei Airbus.

Der Umsatz von EADS soll 2008 über € 40 Mrd. erreichen, bei rund
470 Flugzeugauslieferungen im gesamten Jahr.

EADS erwartet 2008 ein EBIT* von € 1,8 Mrd. Die grundlegende Performance im ersten Quartal über alle Geschäftsbereiche hinweg – insbesondere bei Airbus – weist einen zufriedenstellenden Trend auf. Diesem stehen 2008 jedoch Herausforderungen in wichtigen Programmen gegenüber.

Zudem würde eine Verschlechterung des US-Dollar-Schlusskurses zum Jahresende 2008 das Ergebnis belasten. Ausschlaggebend hierfür wären Neubewertungen einiger Bilanzposten bei Airbus, einschließlich Rückstellungen für Drohverluste.

Vor Einfluss von Kundenfinanzierungen erwartet EADS für das Jahr 2008 einen Free Cash Flow von € 500 Mio. (dabei ist zu berücksichtigen, dass dies die volatilste zu prognostizierende Kennzahl ist). Darin enthalten ist der Einfluss von kürzlich angekündigten Übernahmen auf die Liquidität. Sollte sich der positive Trend des ersten Quartals fortsetzen, besteht für diese Kennzahl Steigerungspotenzial.

Die möglichen finanziellen Folgewirkungen im Zusammenhang mit dem neuen Auslieferungszeitplan für die A380 – insbesondere hinsichtlich EBIT* im Jahr 2008 und dem mittelfristigen Ausblick – sind bislang nicht bestimmt worden.

Geschäftsbereiche: Solide grundlegende Performance

Der Geschäftsbereich Airbus steigerte seinen Umsatz auf € 7.057 Mio. (Q1 2007: € 6.606 Mio.) dank hoher Volumina, einer Umsatzrealisierung im A400M-Programm (entsprechend dem internen Arbeitsanteil von Airbus) und trotz eines negativen Einflusses des US-Dollars. Im Berichtszeitraum übergab Airbus 123 Flugzeuge an Kunden (Q1 2007: 115 Flugzeuge) – und erreichte mit 48 ausgelieferten Flugzeugen im März einen neuen Monatsrekord. Bislang sind vier A380-Flugzeuge bei Singapore Airlines im Einsatz. Das EBIT* erholte sich auf € 628 Mio. gegenüber € -69 Mio. im Vorjahrsquartal als es von außerordentlichen Restrukturierungskosten belastet wurde. Das höhere EBIT* wurde trotz der Belastungen erzielt, die sich aus dem Einfluss des US-Dollars auf Rückstellungen für Drohverluste und dem gegenüber dem Vorjahresquartal aufgetretenen Preisrückgang bei den ausgelieferten Flugzeugen ergaben. Positiv wirkte dagegen die hohe Auslieferungszahl von Flugzeugen der A320- und der A330-Familie. Darüber hinaus profitierte die EBIT*-Entwicklung bei Airbus von starken saisonalen Effekten. Für die kommenden Quartale 2008 wird ein stärkerer Einfluss von Kundenfinanzierungen, das Geschäftsvolumen nicht vollständig abdeckenden Kurssicherungsgeschäften und vermehrten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erwartet.

Das Restrukturierungsprogramm Power8 verzeichnet Fortschritte. Trotz des Verhandlungsendes mit ehemals bevorzugten Bietern in Deutschland und Frankreich verfolgt Airbus weiterhin das Ziel, die nun auszugliedernden Standorte zu veräußern. Die Verhandlungen über die Veräußerung der Werke in Laupheim und im britischen Filton sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Dies bedarf jedoch noch einer Entscheidung des Board of Directors von EADS. Angesichts der Fortschritte und Prognosen, die sich bislang im Power8-Programm abzeichnen, halten EADS und Airbus an den bereits kommunizierten Zielen für Power8 hinsichtlich EBIT*-Beitrag und Cash-Einsparungen fest.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres erhielt Airbus 395 Netto-Bestellungen für Flugzeuge (420 Brutto-Bestellungen). Der größte Teil davon entfiel auf die A320-Familie (290 Flugzeuge). Weitere 102 Flugzeuge wurden im Langstreckensegment bestellt, zudem drei Flugzeuge vom Typ A380. Für die A350XWB gingen im ersten Quartal 64 Netto-Bestellungen ein und trieben damit den Auftragsbestand für dieses Modell bis Ende März auf 356 Bestellungen von 21 Kunden. Der Auftragsbestand von Airbus belief sich Ende des ersten Quartals auf € 291,1 Mrd. basierend auf Listenpreisen (Jahresende 2007: € 283,8 Mrd.). Dies entspricht einem weiteren Anstieg auf insgesamt 3.693 Flugzeuge (Jahresende 2007: 3.421 Flugzeuge).

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Militärische Transportflugzeuge stieg im ersten Quartal 2008 auf € 636 Mio. (Q1 2007: € 133 Mio.) dank der Umsatzrealisierung bei Erreichen des Power-On-Meilensteins im A400M-Programm. Dieser war aus dem Jahr 2007 verschoben worden und hat einen Wert von rund € 400 Mio. Im ersten Quartal 2007 war dagegen keine Umsatzrealisierung erzielt worden. Das EBIT* des Geschäftsbereichs belief sich auf € -1 Mio. (Q1 2007: € -13 Mio.) und spiegelt damit ebenfalls den erreichten A400M-Meilenstein wider.

Die Wahl von nunmehr fünf Nationen bestätigt die A330 MRTT als das modernste und leistungsfähigste Tankflugzeug auf dem Markt. Der Geschäftsbereich erhielt von den britischen Streitkräften einen Auftrag über die Lieferung und den Betrieb von 14 A330 MRTT. Das sogenannte FSTA-Programm ist das bislang weltweit größte privat finanzierte Beschaffungsvorhaben im Verteidigungsgeschäft und der Umsatzanteil von EADS beläuft sich auf rund € 3 Mrd. Im A400M-Programm werden Fortschritte entsprechend dem überarbeiteten Plan erzielt. Der Erstflug ist für Sommer 2008 geplant. Die statischen Tests für die gesamte A400M-Struktur sind im Gange. Im Segment mittlerer Turboprop-Flugzeuge erhielt der Geschäftsbereich neue Aufträge über zwei Maschinen vom Typ CN-235.

Bis Ende März 2008 stieg der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs auf € 23,1 Mrd. (Jahresende 2007: € 19,9 Mrd.). Darin ist bislang kein Beitrag aus dem US-Tankerprogramm enthalten.

Eurocopter steigerte den Umsatz um neun Prozent auf € 732 Mio. (Q1 2007: € 671 Mio.). Ursache dafür sind anhaltend steigende Serienhubschrauber-Auslieferungen und vermehrte Forschungsaktivitäten. Rund 37 Prozent des Eurocopter-Geschäfts entfallen auf Dienstleistungen für Kunden – eine Umsatzquelle, die langfristig weiter an Bedeutung gewinnen wird. Das EBIT* erhöhte sich auf € 37 Mio. (Q1 2007: € 33 Mio.) und spiegelt einen vorteilhaften Produkt-Mix und höhere Volumina wider. Das Wachstum wurde trotz eines unvorteilhaften Einflusses des US-Dollars erzielt. In den ersten drei Monaten 2008 wurden 102 Hubschrauber an Kunden übergeben – gegenüber 74 Hubschraubern im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Darin enthalten sind sechs Transporthubschrauber vom Typ NH90 für Deutschland, Finnland und Italien; damit wurden bislang 17 Hubschrauber dieses Typs ausgeliefert. Der Ausbau der Montagelinie für die UH-72A in Columbus, Mississippi, verläuft nach Plan. Im ersten Quartal 2008 lieferte Eurocopter acht dieser Hubschrauber (insgesamt bislang 26 Hubschrauber) aus – alle im oder vor dem Zeitplan.

Der Geschäftsbereich baute seine internationale Präsenz weiter aus und nahm in Australien eine NH90-Fertigungslinie in Betrieb. Der neue zivile Transporthubschrauber EC175, den Eurocopter gemeinsam mit chinesischen Partnern entwickelt, erfuhr bei seiner ersten Vorstellung im Februar enormes Interesse. Von Januar bis März 2008 konnte Eurocopter neue Aufträge über insgesamt 299 Hubschrauber verbuchen (Q1 2007: 287). Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs stieg somit auf 1.585 Hubschrauber (Jahresende 2007: 1.388) oder einen Gesamtwert von € 14,5 Mrd. (Jahresende 2007: € 13,5 Mrd.).

Astrium verzeichnete erneut einen steigenden Umsatz in Höhe von € 751 Mio. (Q1 2007: € 629 Mio.). Dazu trugen vor allem das Hochfahren der Paradigm-Dienstleistungen und eine erhöhte Produktionsrate für die Ariane 5 bei. Unterstützt durch Volumeneffekte, dem Wegfall des Risikos der Galileo-Entwicklung und operative Verbesserungen konnte das EBIT* auf € 33 Mio. mehr als verdreifacht werden (Q1 2007: € 10 Mio.).
Das Weltraumlabor Columbus wurde an der internationalen Raumstation ISS erfolgreich in Betrieb genommen. Nach seinem erfolgreichen Start mit einer Ariane 5 dockte der unbemannte Raumtransporter ATV in einem bislang einzigartigen Manöver – vollautomatisch an der ISS an. Ende April startete zudem Giove-B, der zweite Galileo-Testsatellit, ins All. Darüber hinaus konnte Astrium weitere Erfolge erzielen: Der Vertrag über die Merkursonde BepiColumbo wurde unterzeichnet und ein weiterer Telekommunikationssatellit bestellt. Zum 31. März 2008 belief sich der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs auf € 12,7 Mrd. (Jahresende 2007: € 12,9 Mrd.).

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Verteidigung und Sicherheit stieg auf € 990 Mio., gegenüber € 905 Mio. im Vergleichzeitraum des Vorjahres. Das Wachstum resultierte aus stärkeren Beiträgen aus dem Verteidigungselektronik- und Lenkflugkörpergeschäft. Das EBIT* des Geschäftsbereichs schnellte auf € 33 Mio. (Q1 2007: € -5 Mio.) infolge gestiegener Volumina und verminderter Strukturkosten. Im Zusammenhang mit der veränderten MBDA-Konsolidierung wurden die Zahlen des ersten Quartals 2007 entsprechend dem 37,5-Prozent-Anteil an MBDA angepasst.

Im Eurofighter-Programm wurde das letzte Flugzeug aus Tranche 1 ausgeliefert; die Produktion der zweiten Tranche ist angelaufen. Bislang wurden 146 Eurofighter an Kunden übergeben, darunter sieben Flugzeuge für den Exportkunden Österreich. Mit dem Ziel, neue Verteidigungsmärkte zu erschließen, ging der Geschäftsbereich eine Partnerschaft mit der indischen Tata Group ein. Gemeinsam wollen sie sich am Wettbewerb um den Auftrag für ein taktisches Kommunikationssystem der indischen Streitkräfte beteiligen. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs profitierte von neuen Bestellungen im Lenkfugkörpergeschäft und dem anhaltenden Erfolg sicherer Kommunikationsnetze, unter anderem mit Aufträgen aus Brasilien, China und Spanien. Vielversprechend entwickelt sich auch das globale Sicherheitsgeschäft mit dem jüngsten Auftrag aus Marokko über ein maritimes Schutzsystem. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Verteidigung und Sicherheit verbesserte sich leicht auf € 18,0 Mrd. (Jahresende 2007: € 17,8 Mrd.). Im April erweiterte der Geschäftsbereich seine Präsenz hinsichtlich sicherer Kommunikationsnetze und übernahm mit PlantCML einen führenden Anbieter von Notfalldienstleistungen in Nordamerika. PlantCML wird im Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit konsolidiert werden.

Zentrale und Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einem EADS-Geschäftsbereich):

Die Übrigen Aktivitäten (ATR, EADS EFW, EADS Socata, EADS Sogerma sowie EADS North America) erzielten einen Umsatz in Höhe von € 297 Mio. (Q1 2007: € 311 Mio.). Im Einklang mit der Umsatzentwicklung belief sich das EBIT* der Übrigen Aktivitäten in ersten Quartal 2008 auf € 19 Mio. (Q1 2007: € 20 Mio.). EADS North America – und dies umfasst die Hauptauftragnehmerschaft für wichtige US-Programme und die in den USA geführten Aktivitäten – wird nunmehr in den Übrigen Aktivitäten konsolidiert anstatt wie bisher im Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit. Die Zahlen für das erste Quartal 2007 wurden entsprechend angepasst. Die Geschäftsbereiche von EADS werden auch weiterhin ihre Arbeitsanteile an den verschiedenen Programmen in ihren Zahlen konsolidieren. In den ersten drei Monaten 2008 entfällt der größte Teil des Umsatzes von EADS North America auf Beiträge im Zusammenhang mit der Hauptauftragnehmerschaft im LUH-Programm.

Von Januar bis März 2008 lieferte der Regionalflugzeughersteller ATR wie im Vorjahreszeitraum acht Maschinen aus; drei neue Flugzeuge wurden bestellt. Damit belief sich der Auftragsbestand zum 31. März auf 190 Flugzeuge.

EADS EFW erfuhr Belastungen aus einem unvorteilhaften Produkt-Mix verglichen mit dem ersten Quartal 2007 aufgrund verminderter Frachterumrüstungen, profitierte jedoch von einem stärkeren Geschäft mit Flugzeugkomponenten. EADS Socata lieferte sechs TBM850 an Kunden aus und verfügt für dieses Flugzeug über einen Auftragsbestand von 58 Maschinen. Ende März erreichte der Auftragsbestand der Übrigen Aktivitäten einen Wert von € 3,0 Mrd. (Jahresende 2007: € 2,7 Mrd.). Das EBIT* der Zentrale/Konsolidierung ging gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres zurück. Damals wirkten sich die Veräußerung des EADS-Anteils an Embraer und von Liegenschaften positiv auf das EBIT* aus.

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 39,1 Milliarden im Jahr 2007 und rund 116.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und Astrium, die europäische Nummer 1 im Raumfahrtgeschäft mit Programmen wie Ariane und Galileo. Die Sparte Verteidigung und Sicherheit bietet ihren Kunden umfassende Systemlösungen an, ist für EADS größter Partner im Eurofighter-Konsortium und wesentlicher Anteilseigner am Lenkflugkörperhersteller MBDA. Die Sparte Militärische Transportflugzeuge entwickelt die A400M.

* EBIT

Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

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EADS – Ergebnisse für das erste Quartal (Q1) 2008

(Beträge in Euro)

EADS-Konzern Q1 2008 Q1 2007
Veränd.
Umsatz (1) , in Mio.
davon Verteidigung, in Mio.
9.853
2.029
8.934
1.480
+10%
+37%
EBITDA (1) (2) , in Mio. 1.178 523
+125%
EBIT (1) (3) , in Mio. 769 88
+774%
Forschungs- und Entwicklungskosten (1) , in Mio. 534 549
-3%
Konzernergebnis (Net Income) (4) , in Mio. 285 -10

Gewinn je Aktie (4)
0,35 -0,01

Free Cash Flow (FCF) (1) , in Mio. 1.116 -822

FCF vor Kundenfinan-zierungen (1) , in Mio. 1.059 -785

Auftragseingang (1) (5) , in Mio. 39.270 10.460
+275%
EADS-Konzern 31. März 2008 31. Dez. 2007 Veränd.
Auftragsbestand (5) , in Mio.
davon Verteidigung, in Mio.
351.462
57.973
339.532
54.472
+4%
+6%
Nettoliquidität, in Mio. 8.332 7.024
+19%
Beschäftigte 116.375 116.493
-0%
  1. Im Zusammenhang mit der geänderten MBDA-Konsolidierung auf 37,5 Prozent wurden die Zahlen des ersten Quartals 2007 entsprechend angepasst.
  2. Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten
  3. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  4. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Konzernergebnis. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht
  5. Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.
Geschäftsbereiche Umsatz EBIT (3)
(Beträge in Millionen Euro) Q1 2008 Q1 2007
Veränd. Q1 2008 Q1 2007
Veränd.
Airbus
7.057 6.606
+7%
628 -69

Militärische Transportflugzeuge 636 133
+378%
-1 -13

Eurocopter 732 671
+9%
37
33
+12%
Astrium
751 629
+19%
33
10
+230%
Verteidigung und Sicherheit (1) (2)
990 905
+9%
33
-5

Zentrale/
Konsolidierung
-610 -321

20 (4)
112 (4)

Übrige Aktivitäten (2) (5)
297 311
-5%
19
20
-5%
Gesamt
9.853 8.934
+10%
769
88
+774%
Geschäftsbereiche Auftrags-
eingang (6)
Auftrags-
bestand (6)
(Beträge in Millionen Euro) Q1 2008 Q1 2007
Veränd. 31. März 2008 31. Dez. 2007
Veränd.
Airbus
31.488 5.464
+476%
291.116 283.829
+3%
Militärische Transportflugzeuge 3.836 123
+3.019 %
23.068 19.932
+16%
Eurocopter
1.738 2.604
-33%
14.461 13.455
+7%
Astrium
874 963
-9%
12.711 12.895
-1%
Verteidigung und Sicherheit (1) (2)
1.313 1.237
+6%
18.012 17.836
+1%
Zentrale/
Konsolidierung
-293 -245

-10.885 -11.155

Übrige Aktivitäten (2) (5)
314 314
+/-0%
2.979 2.740
+9%
Gesamt
39.270 10.460
+275%
351.462 339.532
+4%
  1. Im Zusammenhang mit der geänderten MBDA-Konsolidierung auf 37,5 Prozent wurden die Zahlen des ersten Quartals 2007 entsprechend angepasst.
  2. Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 wurde die Konsolidierung von EADS North America geändert und dabei wurden Teile aus dem Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit in die Übrigen Aktivitäten übertragen. Die Führung bedeutender Geschäftselemente verbleibt jedoch bei den entsprechenden Geschäftsbereichen. Die Zahlen des ersten Quartals 2007 und zum 31. Dezember 2007 wurden entsprechend angepasst.
  3. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  4. Das EBIT* der Zentrale/Konsolidierung enthält den Ergebnisbeitrag von Dassault; im ersten Quartal 2007 enthielt das EBIT* der Zentrale/Konsolidierung zudem den Gewinn aus der Veräußerung des EADS-Anteils an Embraer und von Liegenschaften.
  5. ATR, EADS EFW, EADS Socata, EADS Sogerma sowie EADS North America werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.
  6. Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.

Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 24. April 2008 entnommen werden.